Kieler Lebenswissenschaften ehren erfolgreiche Nachwuchsforschende

Kiel Life Science vergibt Förderpreise für die besten Postdoktorandinnen und Postdoktoranden des Jahres 2018

Am Freitag, 16. November, verlieh der lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erneut die „Kiel Life Science-Postdoc Awards“: In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen für die besten Kieler Nachwuchsforschenden in den Lebenswissenschaften an Dr. Friederike Zunke und Dr. Andrey Pravdivtsev. Zunke wurde für ihre besonderen Leistungen in der medizinischen Forschung geehrt, Pravdivtsev setzte sich im nicht-medizinischen Bereich durch. Die beiden KLS-Awards richten sich an fortgeschrittene Nachwuchsforschende, die sich mit hervorragenden Leistungen als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer der mit KLS verbundenen Institutionen ausgezeichnet haben. Die Preise, die bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Forschungsschwerpunkts vergeben werden, sind mit einer Fördersumme von je 6.000 Euro dotiert und werden überwiegend in künftige Forschungsvorhaben investiert.

Zunke, die am Biochemischen Institut der CAU ihren Doktortitel erwarb, arbeitet an der Erforschung bestimmter Stoffwechselerkrankungen, den sogenannten lysosomalen Speicherkrankheiten. So untersuchte sie in ihrer Dissertation zum Beispiel die molekularen Entstehungswege der Parkinson-Krankheit und konnte dabei das therapeutische Potenzial spezifischer Peptide belegen. Nach verschiedenen internationalen Forschungsaufenthalten, unter anderem an der renommierten Harvard Medical School, kehrte Zunke als Postdoktorandin an die CAU zurück und leitet nun eine eigene Arbeitsgruppe am Kieler Institut.

Pravdivtsev, der in der Sektion für Biomedizinische Bildgebung am Institut für Radiologie und Neuroradiologie der CAU forscht, arbeitet an sogenannten Hyperpolarisationsmethoden für die biomedizinische Anwendung. Die herkömmliche Kernspintomographie kann beispielsweise nur auf einen winzigen Bruchteil der Drehimpulse von Atomen, die sogenannten Kernspins, zur Bildgebung zurückgreifen. Mit Hilfe der Hyperpolarisation sollen nun die übrigen mehr als 99 Prozent dieser Impulse nutzbar gemacht werden. Pravdivtsev möchte darauf basierende, deutlich empfindlichere Bildgebungsverfahren entwickeln, die eine präzise Überwachung von Stoffwechselvorgängen zum Beispiel in entzündetem Gewebe möglich machen.

Die beiden erfolgreichen Nachwuchsforschenden tragen mit ihren Arbeiten dazu bei, die exzellente lebenswissenschaftliche Forschung an der CAU weiter voranzutreiben. „Für uns ist es von zentraler Bedeutung, möglichst optimale Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu schaffen. Talentierte junge Forschende sind für den künftigen Erfolg der Lebenswissenschaften am Standort Kiel unverzichtbar“, betont Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts. „Wir sind überzeugt, dass attraktive Fördermittel wie die KLS-Postdoc Awards jungen Talenten bei ihrer Entscheidung für eine Karriere an der Uni Kiel helfen“, so Bosch weiter.

Neben den Postdoc-Awards umfasst die KLS-Nachwuchsförderung zum Beispiel auch die sogenannten „ZMB Young Scientist Grants“, die das Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts vor wenigen Tagen zum zweiten Mal vergab. Insgesamt bietet der CAU-Forschungsschwerpunkt ein umfangreiches und alle akademischen Karrierestufen umfassendes Förderprogramm an.

Weitere Informationen:

Eine Frau und ein Mann bei einer Presiverleihung
© Christian Urban, Uni Kiel

Dr. Friederike Zunke erhielt ihren KLS-PostDoc Award 2018 von Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts, rechts im Bild.

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Thomas Bosch
Sprecher „Kiel Life Science“
Zoologisches Institut, CAU Kiel
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Wissenschaftskommunikation „Kiel Life Science"   
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