Kieler Uni auf der „boot“

Die Forschungstauchenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind von Sonnabend, 21. Januar, acht Tage lang Gäste der internationalen Bootsaustellung „boot“ in Düsseldorf. Täglich entführt unter anderem Florian Huber, Leiter der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA) am Institut für Ur- und Frühgeschichte, die Messebesucherinnen und -besucher in Kurzvorträgen in die Welt der mexikanischen Höhlen. „In den meist unter Wasser stehenden Cenoten erforschen wir Relikte aus der Zeit der Maya bis hin zu prähistorischen Funden, die bis zu 10.000 Jahre alt sind“, erklärt Huber. Zurzeit untersuchen die Kieler zum Beispiel eine Höhle, in der sich über 100 Skelette befinden. Immer wieder stößt die Arbeitsgruppe auch auf mayazeitliche Gebrauchgegenstände wie Gefäße (siehe Bild). Es stammt aus der Zeit um 600 bis 900 nach Christus. Huber und sein Team ließen von dem Fund von Informatikerinnen und Informatikern der CAU ein 3-D-Model erstellen, um so weitere Erkenntnisse über die Lebensweise der Mayakultur zu erlangen.

Neben den faszinierenden Einblicken in die Welt der Unterwasserarchäologie stellt die Arbeitsgruppe auf der „boot“ auch spezielle Kurse für Sporttauchende und Tauchneulinge vor. Die regelmäßigen Angebote des Kieler Instituts richten sich an alle, die in Seen oder Meeren schon einmal eine alte Apothekenflasche oder andere Überbleibsel einer früheren Gesellschaft gefunden haben und den Unterschied zwischen Denkmal und Andenken erfahren wollen.

Copyright: INAH-SAS-AMLA, Foto: Uli Kunz

Weitere Informationen unter:

www.amla-kiel.de