Kieler Uni nimmt Hochschulvertrag und Zielvereinbarung an

Der akademische Senat der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat am gestrigen Abend (16.10.) mehrheitlich dem Hochschulvertrag und den Zielvereinbarungen zugestimmt. Wichtigste Gegenstände des Hochschulvertrages sind

  • finanzielle Planungssicherheit für die fünfjährige Laufzeit des Vertrages, unter anderem durch die vollständige Erstattung der Mehrbelastung, die den Hochschulhaushalten aus Tarif- und Besoldungssteigerungen für die Beschäftigten erwachsen,
  • die Zusage der Landesregierung, dass die durch die Umstrukturierungsmaßnahmen auf der Basis des Erichsen-Gutachtens frei gesetzten Finanzmittel in voller Höhe im Hochschulsystem verbleiben und den Hochschulen anteilig zugewiesen werden,
  • Verzicht der Landesregierung auf Einschnitte in die Hochschulhaushalte während der Laufzeit des Vertrags.

Für die einzelnen Hochschulen wird der Hochschulvertrag durch jeweils unterschiedliche Zielvereinbarungen ausgestaltet. Hier stimmt die CAU im Gegenzug der Verlagerung der Sonderpädagogik an die Universität Flensburg zu. Ebenfalls zugesagt wird die Einleitung struktureller Veränderungen in weiten Bereichen der Universität und die Weiterentwicklung von Instrumenten und Verfahren zur Qualitätssicherung in Lehre und Studium. Verabredet ist weiter die gezielte Stärkung von Forschungsschwerpunkten, wie beispielsweise im Bereich der Meeresforschung und Geowissenschaften, den Molekularen Biowissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, der Oberflächen- und Materialforschung, der medizinischen Forschung und den interdisziplinären Kulturwissenschaften.

"Die Verlagerung der Sonderpädagogik nach Flensburg ist für uns ein schmerzlicher Verlust", erklärt dazu der Rektor der Universität, Professor Reinhard Demuth. "Wir erhalten im Gegenzug die verbindliche Zusage, dass Tarif- und Besoldungssteigerungen in den nächsten fünf Jahren vollständig erstattet werden. Dies bildet für eine vernünftige Strukturplanung die unverzichtbare Grundlage, um die wir seit Jahren kämpfen." Nun greife auch das Strukturkonzept der Universität wieder, so der Rektor weiter, mit welchem in den nächsten Jahren sowohl die Wiederbesetzungssperren abgebaut, wie auch Investitionen in neue Bereiche möglich sein werden.