Kieler Universität möbelt Studienplätze auf

Keine Stühle, keine Bänke: Der Frederik-Paulsen-Hörsaal im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wurde renoviert.
Foto/Copyright: Jürgen Haacks, Uni Kiel

Dumpfes Pochen und scharfes Knattern, Pfeiftöne und lautes Rauschen auf allen Frequenzen, gelegentlich eine Hörspielpassage – die Geräuschkulisse im größten Hörsaal der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) entsprach in den vergangenen Wochen nicht der einer normalen Vorlesung, sondern einer Mischung von Baustelle und Akustik-Studio. Das hatte seinen Grund: Die gesamte Bestuhlung und die Bänke von rund 800 Plätzen wurden ausgebaut und von einer Spezialfirma denkmalgerecht renoviert. Unter anderem wurden das Mobiliar stabiler beschichtet und mechanische Teile ausgetauscht. Außerdem wurde die Bühne geschliffen, und der Bodenbelag im gesamten Saal gereinigt, versiegelt und zum Teil erneuert.

Auch technisch wurde das Audimax runderneuert. Der Hörsaal verfügt nun über ein neues Audiosystem, das für jeden einzelnen Sitzplatz eine einheitliche und bessere Beschallung liefert. Zudem wurde die gesamte Elektrik ausgetauscht und ein komplett digitales Netzwerk eigens für den Saal installiert. Damit werden alle bisherigen Steuerungsvorgänge effizienter und dank moderner Schnittstellen auch die Anschlussmöglichkeiten externer Video-, Audio- und Licht-Anlagen einfacher.

Dass Renovieren auf lange Sicht sogar kostengünstig sein kann, belegt folgende Rechnung: Mussten bislang pro Jahr wegen Abnutzung 10 bis 15 Prozent der Bestuhlung im laufenden Betrieb repariert werden, ist dies dank der Grundsanierung im nächsten Jahrzehnt nicht mehr erforderlich. Die einmaligen Kosten für die Sanierung liegen damit unter denen, die bei regelmäßiger Wartung in diesem Zeitraum angefallen wären. Der Frederik-Paulsen-Hörsaal im Audimax der Kieler Universität ist somit bestens auf das neue Semester und das Jubiläumsjahr vorbereitet.