Universität

Kieler Universität unterstützt das Klimaschutzengagement

Am Samstag, 20. September, trafen sich über 100 engagierte Klimaschützerinnen und Klimaschützer an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum Klima-Camp. Das Klima-Camp wurde vom gemeinnützigen CORRECTIV Recherchezentrum gemeinsam mit dem klik-Nachhaltigkeitsteam der CAU organisiert. CORRECTIV recherchiert unabhängig zu Missständen in der Gesellschaft, fördert Medienkompetenz und bietet Bildungsprogramme an. In Kiel fanden 20 Workshops statt, in denen die Teilnehmenden Lösungsvorschläge für den Klimaschutz entwickelten.

CAU-Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam lobte bei ihrer Begrüßung das Engagement der „Fridays-for-future-Bewegung“, die auch an der Kieler Universität positive Akzente setze. Wichtig seien neben dem globalen Engagement für Umwelt und Klima vor allem konkrete Vor-Ort-Maßnahmen, betonte die Vizepräsidentin. Vom Klima-Camp erhoffe man sich dazu Impulse und Vorschläge. Die Kieler Universität sei sich ihrer Verantwortung zum Umwelt- und Klimaschutz bewusst, weshalb sie seit Jahren ein professionelles Umweltmanagementsystem betreibe, das diese im Anschluss auch umsetzen könne.

Unter den Teilnehmenden waren viele Personen, die sich zum Teil schon lange für den Klimaschutz einsetzen. Die Gruppe „Extinction Rebellion Kiel“ führte auf dem Außengelände der Universität ein „Die-In“ durch. Mit dieser neuartigen Sit-In-Variante betreiben die Akteure zivilen Ungehorsam. Neben den Aktiven der Bürgerinitiative Klimanotstand Kiel waren auch Vertreterinnen und Vertreter des Umweltamtes der Landeshauptstadt Kiel sowie bundesweite Akteure wie Co2mmunity vertreten. Auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Geomar, der Humboldt-Universität zu Berlin und der CAU beteiligten sich an dem Klima-Camp. Diskutiert und debattiert wurde unter anderem über nachhaltige Wohn- und Lebensformen, eine Landwirtschaftsreform, Möglichkeiten einer Wärmewende, Bildungsmaßnahmen, die zum Klimaschutz anregen, eine klimafreundliche Stadtentwicklung, die Inanspruchnahme politischer Gremien und gewaltfreie Aktionen oder Wissenschaftskommunikation.

Konkrete Vorschläge aus der Diskussion waren zum Beispiel interkommunale Wettbewerbe, sogenannte KlimaChallenges, oder die Programme zur frühen Förderung des Fahrradfahrens für Kinder und Jugendliche. Hauptthema war indes die Ausweitung einer umweltverträglichen Mobilität. So befanden die meisten Anwesenden, dass das Auto als zentrales Mobilitätsmedium viel zu viele Ressourcen verbrauche, zu viel klimaschädliche Abgase emittiere, zu viel Fläche in Stadt und Landschaft besetze und es zu gefährlich sei. Zufrieden zeigte sich David Schraven vom CORRECTIV-Team mit dem Verlauf der Veranstaltung. Die entwickelten Lösungsvorschläge sollen schnell veröffentlicht werden.

Text: Dr. Norbert Kopytziok

Kontakt:

Leopold Schick
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
klik – klima konzept 2030
0431/880-4990
lschick@uv.uni-kiel.de

Dr. Boris Pawlowski
Pressesprecher