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Kieler Wissenschaftler erhält Biodiversitätspreis

Jonas Wolff mit einer philippinischen Geißelspinne auf seinem Handrücken. Im Hintergrund ist ein Foto von Hafthaaren am Bein einer Fliege zu sehen.
Foto: Tebke Böschen, Uni Kiel

Der Biologe Jonas Wolff von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wird mit dem Biodiversitätspreis 2014 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz ausgezeichnet. Er erhält die Auszeichnung für seine Masterarbeit, in der er die stammesgeschichtliche Entwicklung von sogenannten Haftpolstern bei Spinnen untersuchte. Der Biodiversitätspreis wird jährlich an hervorragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben und würdigt innovative wissenschaftliche Abschlussarbeiten, die sich mit funktionalen Aspekten der Biodiversität beschäftigen.

In seiner Arbeit untersuchte Wolff (Arbeitsgruppe „Funktionelle Morphologie und Biomechanik“, Zoologisches Institut), wie das Vorhandensein von Hafthaar-Polstern bei Spinnen über den Stammbaum verteilt ist. Dabei zeigte sich, dass diese in verschiedenen Stammbaumlinien mehrfach und unabhängig voneinander entstanden sind. Die Evolution von Haftpolstern folgte dabei fast immer auf die Entwicklung einer frei jagenden Lebensweise. Wolff: „Ich freue mich sehr über den Preis und die damit verbundene Aufmerksamkeit auf ein unglaublich faszinierendes Forschungsgebiet. Wir können von Spinnen und ihren evolutionären Entwicklungen viel für zukünftige Baustoffe lernen.“

Die Kommission für Biologie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz entscheidet, wer die formellen Kriterien erfüllt und kürt die Siegerin beziehungsweise den Sieger. Der Preis wird im Rahmen der Jahresfeier der Akademie am 7. November in Mainz verliehen und ist mit 500 Euro dotiert.

Kontakt:

Jonas Wolff

Funktionelle Morphologie und Biomechanik

Zoologisches Institut an der CAU

Tel.: (0431) 880-4505

E-Mail: jwolff@zoologie.uni-kiel.de