Kleines Olympia an der CAU

Auch ein wenig Satire gab es: Norbert Stock zeigte, wie man Unterschriften unter HSH-Nordbank-Schecks wieder sichtbar macht.
Foto: Julia Beil

Lautes Knallen, viel Rauch, grelle Lichter und bunte Farben – zu bestaunen gab es das alles am Freitagmorgen (18. Dezember) in der Sektion Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Es wurde nicht etwa eine Silvesterfeier vorverlegt, das Spektakel fand im Rahmen der „Weihnachtsvorlesung“ statt. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto „Feuer und Flamme für Olympia“, das Bezug nahm auf die - nach dem Referendum nun gescheiterte - Bewerbung Hamburgs und Kiels als Austragungsorte für die Olympischen Spiele 2024.

„Nachdem Hamburg gepatzt hat, müssen wir in Kiel das jetzt alleine hinkriegen“, scherzte Professor Felix Tuczek, Direktor des Instituts für Anorganische Chemie. Und die Inszenierung der „Olympiade“ gelang dem Team, bestehend aus Tuczek, Professor Norbert Stock, Professor Wolfgang Bensch und den Technischen Mitarbeitenden Maren Rasmussen und Klaus Kleinert auf spektakuläre Weise. Zunächst erlebten die circa 400 Gäste, unter denen sich auch viele Schülerinnen und Schüler fanden, ein „Eröffnungsfeuerwerk“, bei dem die Olympischen Ringe in Luftballonform eindrucksvoll zum Platzen gebracht wurden. Dann ging es mit den sportlichen Disziplinen weiter: Der Weitwurf wurde beispielsweise mit Tennisbällen durchgeführt, die Norbert Stock zuvor so in ihrer Beschaffenheit verändert hatte, dass sie, wie gläsern, an der Wand des Hörsaals zerschellten.

Doch nicht nur dem Sport, auch der Ernährung der Athletinnen und Athleten wurden einige Experimente gewidmet: So demonstrierten Norbert Stock und Klaus Kleinert, wie viel Energie in ein paar Gummibärchen steckt, indem sie sie in Sekundenschnelle in eine „Leuchtrakete“ verwandelten. Auch eine Essiggurke – zugegebenermaßen keine typische Sportlernahrung – brachte Kleinert spektakulär zum Glühen. Die Sieger sollten schließlich mit Medaillen aus Eigenproduktion bedacht werden: So wurde für die Silbermedaille eigens ein Löffel eingeschmolzen. Den romantischen Abschluss der „Kieler Spiele“ bildete ein kleiner „Sternenhimmel“, den Maren Rasmussen in einem Glas erschuf. Die zahlreichen Gäste belohnten die Show mit tosendem Applaus.