Kloster, Krebse, Knochenforschung

Besucher der Museeumsnacht betrachtet Skulptur
© Joachim Welding, Uni KielZu nächtlichen Einblicken lädt auch wieder die Medizin- und Pharmaziegeschichtlichen Sammlung der Uni.

Wie fühlt man sich in einer mittelalterlichen Klosterbibliothek? Wie schnell schlägt das Herz eines Wasserflohs? Und welche Informationen können Wissenschaftler aus einem jahrhundertealten, verbrannten Menschenknochen lesen? Antworten auf diese und viele Fragen mehr gibt es zur Museumsnacht am Freitag, 25. August, in den Museen und Sammlungen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit zehn Einrichtungen stellt die CAU wieder das Gros der Aussteller. Details zum Museumsnachtsprogramm der Uni, zu den Vorträgen und Aktionen ab sofort im Internet unter: www.uni-kiel.de/museumsnacht. Die Seiten werden laufend aktualisiert.

In der Zeit von 19 bis 24 Uhr öffnen folgende, über die gesamte Stadt verteilte CAU-Einrichtungen ihre Pforten: das Aquarium, der Botanische Garten, das Geologische und Mineralogische Museum, das Institut für Ur- und Frühgeschichte, die Kunsthalle, die Medizin- und Pharmaziegeschichtliche Sammlung, das Museum für Völkerkunde, die Universitätsbibliothek und das Zoologische Museum. In der Antikensammlung in der Kunsthalle gilt wie schon in den vergangenen Jahren "Classic for Kids" bis 12 Jahre und bis 22 Uhr.

Erstmals dabei ist in diesem Jahr die Universitätsbibliothek (UB), die die Besucher gemeinsam mit dem Botanischen Garten ins Kloster entführt. Dr. Else Wischermann, Direktorin der UB, erklärt, warum dieses Motto so nahe liegt: "Unsere Universität ist praktisch aus einer Klosterschule entstanden. Wir haben einen beeindruckenden Bücherschatz aus dieser Zeit, in den wir erstmalig Einblick gewähren." In der Museumsnacht bekommt man ihn mit Erläuterungen präsentiert – und kann sich bei nur spärlicher Beleuchtung ins dunkle Magazin im Kellergeschoss entführen lassen. Assoziationen zum Filmklassiker "Der Name der Rose" sind dabei durchaus gewollt. Der benachbarte Botanische Garten vermittelt das dazu passende Kräuterwissen aus dem Klostergarten.

Museumsnachts-Premiere feiert auch das Institut für Ur- und Frühgeschichte, das das Rad der Zeit noch um ein paar Jahrtausende weiter zurück dreht. Wie in der Steinzeit können sich die Besucher hier ihre eigenen Pfeilspitzen aus Flint schleifen. Sie erfahren unter anderem auch, wie in der Urzeit Eisen gewonnen wurde und wie Archäologen forschen.

Ein Foto zum Thema steht zum Download bereit unter:
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Bildunterschrift:
Zu nächtlichen Einblicken lädt auch wieder die Medizin- und Pharmaziegeschichtlichen Sammlung der Uni.
Copyright: Uni Kiel, Foto: Joachim Welding