Kosmischer Staub und Nanopartikel in Plasmen

Grünes Laserlicht wird in einer Wolke aus Nanoteilchen gestreut. Die hellen und dunklen Streifen sind Wellenberge und -täler einer Verdichtungswelle. Diese Wellen geben Aufschluss über die Größe und Ladung der Nanoteilchen.
Foto: AG Professor Piel

Zum vierten Mal lädt der Sonderforschungsbereich „Fundamentals of Complex Plasmas“ (TR-24) zu einem internationalen Workshop an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ein. Von Mittwoch, 9. September, bis Freitag, 11. September, diskutieren rund 30 Expertinnen und Experten mit ebenso vielen Promovierenden und Studierenden aus Europa und Übersee über die Physik kleiner Partikel in Plasmen. Das breite Forschungsfeld reicht von der Erzeugung von Kleinstpartikeln in technischen Plasmen bis zu kosmischem Staub im Sonnensystem.

Die Besonderheit des Workshops ist die Vermischung von Aspekten einer Summerschool mit denen einer wissenschaftlichen Fachtagung, erklärt Professor Piel vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik: „In acht Übersichtsvorträgen werden Schwerpunktthemen von Fachleuten vorgestellt, die sich besonders an den wissenschaftlichen Nachwuchs wenden. Darin geht es beispielsweise um Computersimulationen elektrisch geladener Staubsysteme oder den Einsatz von Hochgeschwindigkeitskameras zur Beobachtung von Partikelbewegungen.“

Insgesamt 24 Vorträge und eine Poster-Ausstellung präsentieren die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forschenden. Im Sonderforschungsbereich TR-24 wird bereits seit 2005 auf dem Gebiet dieser „staubigen Plasmen“ geforscht. Piel interessiert sich besonders für eines: „Die gezielte Manipulation und gleichzeitige Beobachtung von großen Mengen von Nanopartikeln ist eine der aktuellen Herausforderungen für die Anwendung solcher Technologien.“

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Workshop „Diagnostics and Simulation of Dusty Plasmas“

Wann: Mittwoch, 9. September bis Freitag, 11. September

Wo: Leibnizstraße 13, 24118 Kiel

Weitere Informationen:

www1.physik.uni-kiel.de/dsdp/

Kontakt:

Prof. Dr. Alexander Piel

Institut für Experimentelle und Angewandte Physik

Tel.: 0431 / 880-3835

E-Mail: piel@physik.uni-kiel.de