Kranzniederlegung am Grab von Ferdinand Tönnies

Portrait von Ferdinand Tönnies (1855 – 1936)
© Landesbibliothek Schleswig-HolsteinFerdinand Tönnies (1855 – 1936)

Mit einer Kranzniederlegung am Dienstag, 26. Juli 2005, um 11 Uhr, ehren die Kieler Universität und die Tönnies-Gesellschaft den Begründer der wissenschaftlichen Soziologie in Deutschland, Ferdinand Tönnies, dessen Geburtstag sich an diesem Datum zum 150. Mal jährt. Am Grab auf dem Eichhof-Friedhof spricht Professor Lars Clausen, emeritierter Professor der Soziologie und Präsident der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft. Des Weiteren erweisen ihm Professor Thomas Bauer, Prorektor der Christian-Albrechts-Universität (CAU), sowie die Tönnies-Enkel Dr. Jan Tönnies und Dr. Sibylle Tönnies die Ehre.

Tönnies war führender Mitgründer der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und deren einziger Präsident bis 1933. Unterstützt vom Preußischen Kultusminister baute er die Soziologie als Lehrfach von Kiel aus in Deutschland auf. Mit der Stadt und der Christiana Albertina war er seit seiner Habilitation 1881 eng verbunden. Hier lehrte er von 1913 bis 1916 wirtschaftliche Staatswissenschaften und von 1921 bis 1933 Soziologie. Seine öffentliche Kritik an Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus führte 1933 zu seiner Entlassung aus dem Beamtenstand. Er starb am 9. April 1936 in seinem Haus am Niemannsweg 61.

Weitere Veranstaltungen erinnern an diesem Tag und in den kommenden Monaten an Leben und Werk des berühmten Kieler Wissenschaftlers. Um 15 Uhr präsentiert Dr. Uwe Carstens, Geschäftsführer der Tönnies-Gesellschaft, die Tönnies-Biografie in der Freiligrathstraße 11. Außerdem laden das Institut für Soziologie der CAU gemeinsam mit der Tönnies-Gesellschaft zu einem internationalen Symposion ein, das vom 14. bis 15. Oktober zum Thema "Neuordnung der sozialen Leistungen" in Kiel stattfindet. Weitere Informationen zu Ferdinand Tönnies, seinem Leben und Werk und zu den Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.ftg-kiel.de.