Leuchtende Bakterien statt Ferien

Christian, 17, vom Preetzer Friedrich-Schiller-Gymnasium kann sich gut vorstellen, Biochemie zu studieren. Interessieren tut ihn vor allem der medizinische Bereich: „Krankheiten erkennen und Antibiotika entwickeln.“ Foto/Copyright: Sebastian Maas/Uni Kiel

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) wagten sich am vergangenen Donnerstag und Freitag, 20. und 21. Oktober, wieder Jugendliche aus Schleswig-Holsteins Schulen in die „Hexenküche“ der Biochemie. Insgesamt 16 naturwissenschaftlich begeisterte Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 19 durften in diesem Jahr zwei Ferientage im Labor verbringen.

Der 17-jährige Christian aus Preetz sagt: „An der Schule können wir so etwas nur theoretisch besprechen. Hier gibt es auch die entsprechenden Geräte. Angefangen bei den Pipetten bis hin zu den Zentrifugen.“ Zu den angebotenen Versuchen gehörte unter anderem die Entnahme von DNA aus der eigenen Mundschleimhaut, die gezielte Vervielfältigung eines Abschnittes ihres Erbguts mithilfe einer Polymerase-Kettenreaktion („Wie bei CSI!“, erklärt ein Betreuer) und die gentechnische Herstellung eines unter UV-Licht leuchtenden Bakteriums.

Seit April haben Studierende des Studienfaches „Biochemie und Molekularbiologie“ die Labortage vorbereitet. Denn von der Organisation der Chemikalien bis hin zur Betreuung der Versuche lag die ganze Veranstaltung in ihren Händen. „Es ist auch ein wenig Öffentlichkeitsarbeit fürs eigene Fach“, erklärt Biochemie-Student Christopher Borowski. Und: „Die Schulen warten immer schon auf die Ausschreibung des Praktikums im Spätsommer.“

Das macht sich auch in den Bewerbungen deutlich: Dieses Jahr gab es wieder dreimal mehr Anfragen als Plätze. Die Schülerinnen Evelin und Frederike erklären, woran das liegt: „In der Schule mussten wir für die Klausuren zum Thema DNA aus dem Buch lernen – hier können wir selbst damit arbeiten.“

Kontakt:

Christopher Borowski

0175 / 61 77 775