Mit Power in die Zukunft

Eine Kinderhand hält einen Lötkolben
© Nils FischerBeim Löten braucht man ruhige Hände und Fingerspitzengefühl – immerhin ist der Lötkolben 400 Grad heiß.

Experimentierworkshop für Kinder feiert 10-jähriges Jubiläum an der Technischen Fakultät der CAU

In den vergangenen beiden Tagen konnten 30 Schülerinnen und Schüler ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten im Rahmen der „Power Girls & Power Boys Days“ am 3. und 4. Juli an der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ausprobieren: Neben einer Taschenlampe für die Hosentasche und einem Herz aus LED-Leuchten bauten die Nachwuchsforscher auch eine solarbetriebene Miniaturwindkraftanlage.

„Mit der Solarwindanlage haben wir dabei direkten Bezug zum Thema regenerative Energien“, erklärte Felix Hoffmann, Doktorand der Leistungselektronik. Gemeinsam mit Max Lutz, der ebenfalls an der Technischen Fakultät promoviert, organisierte er unter der Leitung von Professor Marco Liserre bereits zum zweiten Mal die „Power Girls & Power Boys Days“. Ziel des Workshops ist es, den Kindern die Themen Elektronik, Technik und alternative Energiegewinnung möglichst nahe zu bringen. Dafür setzten die Organisatoren bei den bereits zehnten Power Days auf das bewährte Konzept. „Wir wollen die Kinder handwerklich an das Thema heranführen, aber zum Verstehen gehört auch eine kleine theoretische Grundlage dazu“, so Hoffmann.

Eine Aufgabe kam bei den Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse besonders gut an: „Das Löten bringt ganz viel Spaß und ist echt cool“, freute sich die Fünftklässlerin Hannah Krause. Die 11-Jährige besucht das Gymnasium in Wellingdorf und hatte über ihre Klassenlehrerin von dem Workshop erfahren: „Als uns unsere Lehrerin im Unterricht erzählt hat, was man hier alles machen kann, hatte ich sofort Lust, mich anzumelden.“ Direkt von der Quelle erfuhr die 12-jährige Elisabeth Hüls von den Power Days: „Meine Mutter arbeitet hier an der Uni und hat zu Hause davon erzählt. Ich wollte sofort mitmachen, vor allem als ich gehört habe, dass wir eigene Windräder bauen.“

Kurz vor dem morgigen Sommerferienbeginn war die praktische Arbeit für Jannes Möller von der Hebbelschule in Kiel eine willkommene Abwechslung: „Das ist auf jeden Fall cooler als Schule. Wir müssen den verpassten Stoff natürlich nacharbeiten, aber das hier bringt trotzdem viel mehr Spaß!“

Unterstützt wurden die „Power Girls & Power Boys Days“ vom Förderverein der Technischen Fakultät und den Firmen Getriebebau NORD, Jenoptik und ftcap. Die Ausrüstung hat Siemens Lötherz gesponsert.

Text: Nils Fischer