Moderne Techniken der Genomforschung für den Schulunterricht

Foto/Copyright: Dr. Nazgol Emrani

Seit einigen Jahren ist es möglich, Gene in unterschiedlichen Lebewesen gezielt zu verändern. Die Technologie wird unter dem Oberbegriff „genome editing“ zusammengefasst. Der Durchbruch kam mit der Entwicklung der CRISPR-Cas-Methode, die seit 2012 zu einer explosionsartigen Zunahme der Veröffentlichungen auf diesem Gebiet führte. Das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität (CAU) veranstaltete mit dem Verband der Chemischen Industrie, Landesverband Nord (VCI Nord) vom 22. bis 23. März eine Fortbildung zu diesem Thema.

An der Veranstaltung nahmen 20 Lehrerinnen und Lehrer teil, die an Schulen in Schleswig-Holstein naturwissenschaftliche Fächer unterrichten. Sie bekamen die Möglichkeit, im Labor mit CRISPR-Cas-modifizierten Nutzpflanzen zu arbeiten und die erzeugten Mutationen mit molekularbiologischen Techniken nachzuweisen. Parallel dazu wurde die Theorie der CRISPR-Cas-Methode sowie die praktische Anwendung zur züchterischen Verbesserung von Nutzpflanzen in einer Reihe von Seminarvorträgen erläutert. „Die verwendeten molekularbiologischen Techniken lassen sich auch in Schulen anwenden, weil sie keinen besonderen technischen Aufwand erfordern“, erklärte der Organisator Professor Christian Jung. Somit regte die Veranstaltung Lehrerinnen und Lehrer auch dazu an, ihr neues Wissen in praxisnahen Versuchen im Schulunterricht zu präsentieren.

Kontakt:

Professor Dr. Christian Jung

Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung

Tel.: 0431/880-7364

E-Mail: c.jung@plantbreeding.uni-kiel.de