Naturwissenschaft

Nanowirkstoffe, Sexualhormone und Massenspektrometer

Sommerfest der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Kiel

Antrittsvorlesung, Preisverleihung und anschließend im Garten grillen: Das Pharmazeutische Institut war in diesem Jahr Gastgeber für das Sommerfest der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der größte Hörsaal des Instituts reichte am Donnerstag, 12. Juli, kaum aus für die vielen Gäste aus allen Sektionen der Fakultät, die Neu-Dekan Professor Frank Kempken herzlich begrüßte.

Anschließend hielt Professorin Regina Scherließ von der Arbeitsgruppe „Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie“ am Pharmazeutischen Institut ihre Antrittsvorlesung über „Nanopharmaceuticals für den Respirationstrakt“. „Nanopartikel in den Atemwegen – dabei denken die meisten zuerst an Feinstaubbelastung“, sagte Scherließ. „Für die pharmazeutische Forschung ist aber wesentlich, dass Nanowirkstoffe in die Zelle eindringen und dort nachhaltig wirken können, zum Beispiel als Impfstoffe.“

Es folgte die Verleihung von Urkunden an Studierende durch Kempken, die sich beispielsweise in Fachschaften und Tutorien ehrenamtlich an der Universität engagieren. Erstmals vergab zudem der Gleichstellungsausschuss der Fakultät einen „Genderpreis“. Er ging an Dr. Claudia Stapelfeld, die in ihrer Dissertation den Zusammenhang von Lungenkrebsrisiko und weiblichen Sexualhormonen untersuchte.

Weitere Preise vergab der Förderverein der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. „Uns ist es wichtig, exzellente Studienleistungen und soziales Engagement von Studierenden auszuzeichnen“, sagte dessen Vorsitzender Professor Jürgen Grotemeyer vom Institut für Physikalische Chemie. Studierende aus sieben Sektionen erhielten als Anerkennung jeweils ein hochwertiges Fachbuch. Ebenfalls einen Buchpreis erhielt Zarif Ibragimov, der bereits als Student Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Finanzmathematik vorzuweisen hat. Der mit 1.000 Euro dotierte Familie-Schindler-Preis ging an Dr. Martin Clemen vom Institut für Physikalische Chemie, der in seiner Dissertation molekulare Spaltungsprozesse mit dem Massenspektrometer untersuchte. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Grillfest im pharmazeutischen Garten bei sommerlichen Temperaturen.

Kontakt:

Prof. Dr. Jürgen Grotemeyer
Institut für Physikalische Chemie
Telefon: 0431/880-7700
grote@phc.uni-kiel.de
www.phc.uni-kiel.de

Text: Eva-Maria Karpf

Farah Claußen
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation