arts & humanities

Neue Ausstellung: „Im Zeichen des Elephanten“

"infestus infestis - bedrohlich nur für die, die ihn bedrohen".
Bildnachweis: Silvestro Petrasancta, Symbola Heroica, Amsterdam 1682.

Am Montag, 28. Juli, wird im Physikzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Ausstellung „Im Zeichen des Elephanten. Frühneuzeitliche Emblemata aus norddeutschen Sammlungen“ eröffnet. Gezeigt werden zahlreiche Objekte einer früheren Ausstellung in Hamburg sowie ergänzend einige Stücke aus den Kieler und Eutiner Landesbibliotheken, aus einer Hamburger Privatsammlung und aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Kiel, die mit der Sammlung des Kunsthistorikers Wolfgang J. Müller selbst einen Emblembuchschatz aufbewahrt. Außerdem erhalten die Besucherinnen und Besucher durch reichhaltiges Bildmaterial Eindrücke des emblematischen Raumschmucks in Hamburger Barockhäusern oder der emblematisch geprägten Festkultur der Hansestadt.

Allen Exponaten dieser Kieler Ausstellung ist das Leitmotiv des Elefanten als Emblem gemein. Zurück geht dies auf ein Hamburger Projekt: In den Jahren 2008 und 2009 haben Antje Theise von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg (SUB) und Professorin Anja Wolkenhauer, ehemals Universität Hamburg, heute Universität Tübingen, gemeinsam mit Studierenden den Emblembuchbestand der SUB Hamburg erschlossen. Ziel war es, den weitgehend unerschlossenen Bibliotheksbestand durch einen Katalog und eine Ausstellung sichtbar zu machen.

Auf der schwierigen Suche nach Spuren einer emblematischen „Bewegung“ insgesamt im frühneuzeitlichen Hamburg konnten neben Gebrauchsgegenständen, Medaillen und der zeitgenössischen Druckgraphik auch emblematisch ausgestaltete Innenräume in Bürgerhäusern und sogar im alten Hamburger Rathaus nachgewiesen werden. Diese emblematischen Objekte wurden bislang in der Forschung kaum oder gar nicht wahrgenommen. Diese Lücke schließt der mit Abschluss des Hamburger Projekts entstandene umfangreiche und reich illustrierte Ausstellungskatalog „Emblemata Hamburgensia“ (Kiel: Verlag Ludwig, 2009).

In Anlehnung an die Hamburger Ausstellung und den Katalog ist die Kieler Ausstellung konzipiert. Aus didaktischen Erwägungen war schon der Hamburger Ausstellung mit dem „emblematischen Elephanten“ ein Leitmotiv gegeben worden, das sich deutlich im Katalog abzeichnet: Überall dort, wo im jeweiligen Werk ein Elefant vorkam, wurde er im Katalog besprochen und abgebildet. Damit gibt der Katalog zugleich die Emblemgeschichte des Elefanten wieder.

Die Ausstellung gehört zum Rahmenprogramm der zehnten Internationalen Tagung der Society for Emblem Studies, die vom 28. Juli bis 1. August an der Kieler Universität stattfindet.

Das Wichtigste in Kürze:

Ausstellung „Im Zeichen des Elephanten“

Presseeröffnung: 25.7.2014, ab 12:30 Uhr nach Absprache

Ausstellungseröffnung: 28.7.2014, 18:30 Uhr

Ausstellungsdauer: 29.7. bis 10.10.2014

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 bis 22 Uhr, Sa 9 bis 20 Uhr

Wo: Physikzentrum, Leibnizstraße 11-19, Hans-Geiger-Hörsaal, Kiel

Eintritt: frei

Link zur Ausstellung: www.ub.uni-kiel.de/ausstellungen/im-zeichen-des-elephanten

Link zur Tagung: www.kunstgeschichte.uni-kiel.de/de/society-for-emblem-studies

Kontakt:

Klára Erdei, Ph.D.

Tel: 0431 / 880 - 2723

E-Mail: erdei@ub.uni-kiel.de