Neue Ausstellung in der Kieler Universitätsbibliothek ab 5. Mai

Vom 5. Mai bis 30. Juni 2004 zeigt die Universitätsbibliothek Kiel die Ausstellung: "Handgeschöpftes Papier und worauf man sonst noch schrieb…". Die im Schulunterricht des Galilei-Gymnasiums Hamm/Westfalen entstandene Ausstellung war bereits im "Gustav-Lübcke-Museum" in Hamm, in der Berliner Staatsbibliothek sowie in den Universitätsbibliotheken Paderborns, Dortmunds, Berlins und Hamburgs zu sehen. Dr. Martin Börnchen aus Hamm organisiert die Ausstellung in Kiel. Besichtigt werden kann sie kostenfrei montags bis freitags von 9-22 Uhr und samstags von 9-20 Uhr (Universitätsbibliothek Kiel, Leibnizstraße 9).

Die Themenpalette reicht von historischen und modernen Schreibmaterialien wie Papyrus, Pergament und Papier über Wasserzeichen und Papierrestaurierung bis zur Erfindung des Buchdrucks in Deutschland. Ein nachgebauter Letterngießapparat, Bleilettern und -schriftsatz sowie eine Originalseite der "Schedelschen Weltchronik" aus dem Jahre 1493 erinnern an Johannes Gutenbergs revolutionäre Entdeckung.

Weitere seltene Objekte sind eine Tontafel aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. mit Rezepten für die Herstellung von Bier und Backwaren, ein wertvoller, mit Hieroglyphen beschriebener Teil eines Mumiensarkophags aus der Zeit um 645 v. Chr. sowie das Palmblattbuch eines buddhistischen Mönchs aus Südchina.

Ästhetisch sind die vielen handgeschöpften Papiere aus aller Welt sowie Pflanzen, aus denen Papier hergestellt werden kann. An mehreren Stellen im Raum flattern japanische "Kozo-Papiere", die aus den Fasern des Papiermaulbeerbaumes gemacht werden.

Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Universitätsbibliothek
Dr. Klára Erdei
0431/880-2723
Fax: 0431/880-1596
erdei@ub.uni-kiel.de