Neue Techniken für neue Materialien

Chemische Prozesse effizienter und umweltfreundlicher machen wollen die Teilnehmenden des 13. Fischer Symposiums in Lübeck.
Foto/Copyright: Reikowski

Was passiert an den Grenzflächen zweier unterschiedlicher Flüssigkeiten? Wie können wir Batterien leistungsfähiger und chemische Produktionsprozesse umweltfreundlicher machen? Wie könnten zukünftige medizinische Sensoren aussehen? Diese und viele weitere Fragen rund um die Elektrochemie diskutieren Fachleute aus aller Welt noch bis Donnerstag, 11. Juni, auf dem 13. International Fischer Symposium in Lübeck. Organisiert wird die Fachtagung von Professor Olaf Magnussen vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Professor Philippe Allongue von der École Polytechnique in Paris.

Professor Christian Amatore, Mitglied der französischen Akademie der Wissenschaften, eröffnete die Tagung mit einem Vortrag über neue Methoden zur Untersuchung der Gefäßversorgung im Gehirn. Es folgen Vorträge von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, China, Japan, den USA, Großbritannien, der Schweiz und Polen. Die Themen reichen von Energiespeichern, Biosensoren und der energieeffizienten Herstellung von Materialien für Solarzellen bis zu Techniken, mit denen einzelne Moleküle und Nanopartikel untersucht werden können. Anlässlich des Symposiums wird auch die Hellmuth-Fischer-Medaille der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. vergeben. In diesem Jahr geht der Preis an Matthias Arenz von der Universität Kopenhagen, der mit seinen Untersuchungen von Elektroden in Brennstoff¬zellen neue Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen hat.

Besonders wichtig ist den Veranstaltern die Begegnung etablierter und junger Forscherinnen und Forscher. „Wir freuen uns besonders darüber, dass auch viele Doktorandinnen und Doktoranden aus der ganzen Welt den Weg nach Schleswig-Holstein gefunden haben und hier ihre Arbeiten vorstellen“, sagt der Physiker Magnussen.

Weitere Informationen:

www.fischer-symposium.org

Das Wichtigste in Kürze:

Was: 13. International Fischer Symposium

Wann: 7. Juni bis 11. Juni 2015

Wo: Media Docks Conference Center, Willy-Brandt-Allee 31, 23554 Lübeck

Details, die nur Millionstel Millimeter groß sind: Damit beschäftigt sich der Forschungsschwerpunkt "Nanowissenschaften und Oberflächenforschung" (Kiel Nano, Surface and Interface Science – KiNSIS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Im Nanokosmos herrschen andere, nämlich quantenphysikalische, Gesetze als in der makroskopischen Welt. Durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Materialwissenschaft, Chemie, Physik, Biologie, Elektrotechnik, Informatik, Lebensmitteltechnologie und verschiedenen medizinischen Fächern zielt der Schwerpunkt darauf ab, die Systeme in dieser Dimension zu verstehen und die Erkenntnisse anwendungsbezogen umzusetzen. Molekulare Maschinen, neuartige Sensoren, bionische Materialien, Quantencomputer, fortschrittliche Therapien und vieles mehr können daraus entstehen. Mehr Informationen auf www.kinsis.uni-kiel.de

Kontakt:

Prof. Olaf Magnussen

Institut für Experimentelle und Angewandte Physik

Tel.: 0431/880-5579

E-Mail: magnussen@physik.uni-kiel.de