Universität

Neues Postdoc-Zentrum für die Uni Kiel

Dr. Gesche Braker wird Geschäftsführerin

Mit bestandener Promotion eröffnen sich jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (Postdocs) viele Möglichkeiten, ihre Karriere innerhalb und außerhalb der Universität zu planen und zu gestalten. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind derzeit rund 400 Promovierte mit befristeten Verträgen beschäftigt. In der Regel arbeiten sie als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeitsgruppen oder forschen und lehren eigenständig zum Beispiel als Juniorprofessorinnen und -professoren. Um insbesondere die Personengruppe der befristet angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig besser bei ihrer Arbeit und Karriereplanung unterstützen zu können, gründet die CAU jetzt ein neues Postdoc-Zentrum. Es nimmt im Laufe dieses Jahres seine Arbeit auf. Erste Geschäftsführerin des neuen Zentrums ist Dr. Gesche Braker.

Bei einem Auftakttreffen am Montag, 2. Juli, begrüßten die für den wissenschaftlichen Nachwuchs verantwortliche Vizepräsidentin Professorin Karin Schwarz, die Leiterin des Graduiertenzentrums an der CAU Dr. Sabine Milde, der Leiter des Geschäftsbereichs Strategie und Planung an der CAU Pascal Sadaune sowie die Postdoc-Vertreterinnen Dr. Martina Baum und Dr. Meike Stumpp die neue Geschäftsführerin. Braker verfügt über große Erfahrung in der Zusammenarbeit mit promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und kennt das Umfeld in Kiel sehr gut. Seit 2012 hat sie das Integrated Marine Postdoc Network (IMAP) des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ aufgebaut und unterstützte die Vernetzung und individuelle Karriereentwicklung Postgraduierter in den integrativen Meereswissenschaften. „Ich freue mich wirklich sehr, dass ich die dort gemachten Erfahrungen jetzt für die ganze Universität nutzbar machen kann. Wir fangen dabei nicht bei null an. An der CAU gibt es bereits ein Onlineportal mit vielen guten Angeboten für die Zielgruppe. Darauf lässt sich aufbauen“, sagt die habilitierte Mikrobiologin.

Rechtzeitige Karriereplanung wichtig

Dass eine strukturierte Karriereplanung für Promovierte enorm wichtig ist, betont auch CAU-Vizepräsidentin Karin Schwarz: „Die Postdoc-Zeit dient der wissenschaftlichen Weiterqualifikation als wichtigem Abschnitt auf dem Weg zu einer Professur. Sie ist also für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einerseits eine wichtige Phase voranschreitender wissenschaftlicher Selbstständigkeit. Gleichzeitig müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass längst nicht alle Talente am Ende eine Professur, sondern auch andere berufliche Ziele anstreben. Neben Beschäftigungen im privaten und öffentlichen Sektor spielen da auch Ausgründungen eine Rolle. Der oder die Einzelne gehen hier ein hohes persönliches Risiko ein. In dieser Übergangs- und Orientierungsphase müssen wir unsere Postdocs verantwortungsvoll begleiten und unterstützen.“

Ein Postdoc-Zentrum als zentrale Einrichtung bietet den Betroffenen dafür ideale Rahmenbedingungen, so Schwarz weiter. Als strategische Strukturentwicklungsmaßnahme für die CAU biete es der Zielgruppe Raum für Information, Orientierung und Austausch. Dies helfe den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, rechtzeitig den Blick für berufliche Optionen auch außerhalb der Universität zu schärfen. „Damit individuelle Angebote wie Trainings, Fortbildungen, Coachings oder Mentoring zielgenau wirken können, braucht es diesen weiten Blick auf die eigene Situation“, so Braker. Eine ihrer Aufgaben werde es daher sein, die Vernetzung mit der Wirtschaft, Industrie und dem Öffentlichem Dienst voranzutreiben. Hochschulintern gehe es darum, gemeinsam mit den Einrichtungen und Fakultäten bestehende Karrierewege zu analysieren, um ein optimales Arbeitsumfeld und gute Arbeitsstrukturen für Promovierte zu schaffen. Dies umfasse sowohl die Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln, wissenschaftlichen Großprojekten oder Förderprogrammen als auch die Netzwerk- und Gremienarbeit, damit die Belange der Postdocs bei Gremienentscheidungen angemessen berücksichtigt werden.

 

Kontakt:

Dr. habil. Gesche Braker
Geschäftsführung Postdoc-Zentrum
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Tel.: 0431/880-6550
E-Mail: gbraker@uv.uni-kiel.de

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