Physik seit Einstein: Öffentliche Ringvorlesung an der Kieler Uni

Albert Einstein hat nicht nur die moderne Physik grundlegend geprägt, seine Arbeiten haben auch entscheidende praktische Auswirkungen, beispielsweise im CD-Spieler, GPS-Empfänger oder Kreiselkompass. Einsteins wichtigste Entdeckungen und deren Bedeutung für die Physik, aber auch für unseren Alltag, werden in einer öffentlichen Vorlesungsreihe an der Kieler Uni vorgestellt. Im Sommersemester 2005 veranstaltet die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel im Rahmen des deutschlandweiten Einstein-Jahres und des von der UNESCO initiierten Internationalen Jahres der Physik die Ringvorlesung "Physik seit Einstein". Mittwochs von 19:00 bis 20:00 Uhr werden wöchentlich wechselnde Dozenten der Sektion Physik sowie Gastdozenten auswärtiger Einrichtungen im Hörsaal D des Audimax, Christian-Albrechts-Platz 2, über den Wissenschaftler und seine Theorien sprechen.

Professor Heinz Georg Schuster eröffnet die Vortragsreihe am 13. April mit seinem Beitrag "Einstein und der Tropfen Tinte im Wasser". Anhand einfacher Beispiele erläutert er Einsteins Entdeckungen rund um die unregelmäßige Bewegung von Wassermolekülen und deren Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Physik.

Anlass für die in diesem Jahr weltweit stattfindenden Sonderveranstaltungen bieten sowohl der 50. Todestag des Ausnahmewissenschaftlers Albert Einstein am 18. April als auch das 100. Jubiläum seines "Wunderjahres" (Annus mirabilis), in dem er zahlreiche bahnbrechende Entdeckungen machte. Ziel der Ringvorlesung ist es, "nicht nur die Relativitätstheorie, sondern die Vielfalt der Beiträge Einsteins zur Physik zu würdigen", betont der Organisator, Professor Olaf Magnussen. "Ausgehend von den unterschiedlichen Entdeckungen werden die verschiedenen Dozenten zeigen, wie relevant Einsteins Theorien bis heute sind."

Mit dem Vortrag "Einstein in Kiel – das Theoriegenie als Praktiker" stellt Bernhard Schell, Marketingmanager der Firma Raytheon Kiel, am 11. Mai einen besonderen Bezug zu Kiel her. Der einstige Firmengründer, Dr. Hermann Anschütz-Kaempfe, der den Kreiselkompass erfunden hat, stand aufgrund eines Patentstreites im Jahre 1914 in engem persönlichen Kontakt mit Albert Einstein und wurde von diesem hoch geschätzt.

Ort: Audimax (Hörsaal D), Christian-Albrechts-Platz 2
Zeit: 13. April bis 6. Juli, jeweils mittwochs, 19:00 bis 20:00 Uhr
Eintritt frei

Kontakt:
Prof. Dr. Olaf Magnussen
Institut für Experimentelle und angewandte Physik
Christian-Albrechts-Universität zu Kie
0431/880-3850
Fax:0431/880-1685
magnussen@physik.uni-kiel.de