Geisteswissenschaft

Plattdeutsche gesucht!

Bildunterschrift: Wie ist es in rund 160 Orten in Schleswig-Holstein um das Niederdeutsche bestellt? Das wollen Kieler Forschende aktuell herausfinden.
Grafik: Niederdeutsche Abteilung

Wer snackt Platt? Für das Forschungsprojekt „Plattdüütsch hüüt“ suchen Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) Plattdeutsch sprechende Personen. Erstmals seit den 1950er Jahren wollen die Forschenden aus der Niederdeutschen Abteilung den aktuellen Stand des Plattdeutschen beschreiben.

Helfen können Plattsprechende, die in einem von etwa 160 ausgewählten Erhebungsorten aufgewachsen und älter als 60 Jahre oder zwischen 18 und 30 Jahren alt sind. Sie werden gebeten, einen Fragebogen zum Niederdeutschen in Schleswig-Holstein auszufüllen. Die Antworten sollen Hinweise darauf geben, welche grammatischen Besonderheiten die einzelnen Dialekte heute noch aufweisen, worin sie sich voneinander unterscheiden und inwiefern sie durch das Hochdeutsche beeinflusst werden.

Das Projekt soll eine Grundlage liefern, auf der bessere Lehrmaterialien für den niederdeutschen Unterricht an Schulen und Universitäten erstellt werden können. Denn: „Das Plattdeutsche ist zwar vielerorts noch sehr lebendig, aber es wird häufig nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben, so dass es heute bereits als bedrohte Sprache gilt“, sagt Professor Michael Elmentaler, Leiter von „Plattdüütsch hüüt“. Der Fragebogen und die Karte mit allen Erhebungsorten können im Internet auf den Projektseiten der Niederdeutschen Abteilung (Plattdüütsch hüüt) heruntergeladen oder per Mail unter platt@email.uni-kiel.de angefordert werden.

Kontakt:

Germanistisches Seminar

Niederdeutsche Abteilung

Prof. Dr. Michael Elmentaler

Tel.: 0431 / 880-2318

E-Mail: elmentaler@germsem.uni-kiel.de

Anneke Mihr

Projektmitarbeiterin

E-Mail: platt@email.uni-kiel.de