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„Plattdüütsch hüüt“

Erste Ergebnisse: Die Karte zeigt, dass alte Dialektgrenzen zum Teil noch sehr stabil sind. So gibt es immer noch eine klare Verteilung von drei Aussprachevarianten für „gewesen“: „wesen“ in Angeln, „ween“ im gesamten Westen und „west“ im Südosten. Andererseits gehen manche typischen Formen des Niederdeutschen aber auch zurück, wie etwa die doppelte Verneinung („Dat heff ik nie nich dacht!“).

Seit nunmehr zwei Jahren läuft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) das Forschungsprojekt „Plattdüütsch hüüt“. Mit der Fragebogenaktion erhebt die Niederdeutsche Abteilung des Germanistischen Seminars an der Landesuniversität den aktuellen Stand der plattdeutschen Sprache im Land. Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Sprachatlasses zur Grammatik des Niederdeutschen in Schleswig-Holstein. An der Erhebung haben seit Herbst 2012 bereits mehr als 800 Personen teilgenommen. Jetzt beginnt die letzte Runde. Teilnehmen können auch diesmal wieder alle Plattsprecherinnen und -sprecher, die zwischen 18 und 30 Jahren oder über 60 Jahre alt sind. Plattsprechende, die bereits bei den beiden ersten Runden dabei waren, sind ebenfalls herzlich eingeladen teilzunehmen. Der dritte Fragebogen mit 21 neuen Fragen ist ab sofort im Internet unter bit.ly/plattdüütsch verfügbar. Alternativ können Interessierte in eine Suchmaschine den Begriff „Plattdüütsch hüüt“ eingeben. Dann erscheint als eines der ersten Suchergebnisse der Link zu der Institutsseite.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Elmentaler

Germanistisches Seminar

Niederdeutsche Abteilung

E-Mail: platt@email.uni-kiel.de