Produktive Pflanzen für die Zukunft

Gersten auf einem Feld
© Karin Krupinska, Uni KielGerstenähren auf einem Versuchsfeld in Hohenschulen. Das neue Netzwerk "Crop Life" hat sich zum Ziel gesetzt, die Erträge von Nutzpflanzen wie der Gerste zu erhöhen.

In diesem Monat startet in Kiel das internationale Trainingsnetzwerk "Crop Life", das Professorin Karin Krupinska vom Botanischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) koordiniert. "Crop Life" hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Erhöhung der Produktivität von Nutzpflanzen zu leisten. Die Europäische Union fördert das Trainingsnetzwerk mit 3,4 Millionen Euro. Aus diesen Mitteln werden Forschungsarbeiten von 13 jungen Doktoranden und Postdoktoranden finanziert, die europaweit vernetzt sind.

An "Crop Life" beteiligen sich neben der CAU sieben Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Polen, der Schweiz und Deutschland. Auch Pflanzenzüchtungs- und Nahrungsmittelunternehmen gehören zum Netzwerk, so dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler praxisnah ausgebildet werden. Die teilnehmenden Einrichtungen treffen sich vom 3. bis 5. Februar in Kiel, um Kandidaten auszuwählen und Projekte zu planen. Um die Internationalität zu fördern, werden die Jungwissenschaftler, die einen der Plätze im Netzwerk erhalten, nicht in dem Land forschen, aus dem sie stammen.

Ausgangspunkt für das Projekt "Crop Life" ist der steigende weltweite Bedarf an Pflanzen für Nahrungsmittel und Energie. Die Produktivität der Kulturpflanzen hängt von der Lebensdauer der Blätter ab, die unter Stressbedingungen stark verkürzt sein kann. Den Zusammenhang zwischen Lebensdauer und Produktivität untersuchen die Nachwuchsforscher im Rahmen von "Crop Life" an Gerste und an Weidelgras, einem Vertreter der für die Energieerzeugung interessanten Süßgräser. Aus den Ergebnissen sollen Strategien abgeleitet werden, um die Kornfüllung bei Getreidepflanzen beziehungsweise die Biomasse von Gräsern zu steigern. Die an "Crop Life" beteiligten Pflanzenzuchtunternehmen wollen die Projektergebnisse direkt für die Züchtung neuer Sorten umsetzen.

Weitere Informationen im Internet:www.uni-kiel.de/krupinska/croplife/croplife.html

Kontakt:
Botanisches Institut und Botanischer Garten
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Prof. Dr. Karin Krupinska
0431/880-4240
zellbio@bot.uni-kiel.de

Dr. Christine Desel
0431/880-4246
cdesel@bot.uni-kiel.de