Psychopathische Serienkiller und traurige Plattenverkäufer

Die Mörderin als literarische Figur? Der Pop widerspricht dem Ideal der Hochkultur. Foto/Copyright: pur.pur

Ob sie einfach ihrer verflossenen Liebe nachtrauern oder Schuld an deren Ableben haben: Die Hauptdarstellerinnen und -darsteller in der Popliteratur entsprechen nicht dem Ideal der Hochliteratur. „Pop“, das steht für Subkultur und Authentizität, die in die Literatur Einzug erhalten. Das Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bietet in diesem Semester mit einer Ringvorlesung einen Einblick in die Kunstform des literarischen Pop.

Pop hat in der deutschen Literatur bislang zweimal Konjunktur gehabt: In den sechziger Jahren, als Antwort auf die Beat-Poeten der USA. Und in den späten achtziger Jahren, als Reaktion auf Romane wie Bret Easton Ellis’ „American Psycho“ oder Nick Hornbys „High Fidelity“. Der Veranstalter der Vorlesung, Professor Albert Meier, sagt dazu: „Letztlich lässt sich aller Pop aber mit gutem Grund auf die deutsche Romantik zurückführen, wenn es etwa bei Novalis heißt ‚Jeder Mensch sollte Künstler seyn’.“

Die Ringvorlesung „Popliteratur“ im Wintersemester 2013/14 konzentriert sich auf die Hauptwerke prominenter Autoren und stellt exemplarisch dar, was Pop eigentlich ist und worin seine Faszinationskraft wurzelt. So finden sowohl Werke wie „American Psycho“ und „Der gebrauchte Jude“ als auch „Soloalbum“ und „Acid“ ihren Weg in den Katalog der Vorlesung.

Vortragende sind neben Angehörigen des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien namhafte Vertreter der deutschen Popliteraturforschung. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Vortragsreihe eingeladen.

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Ringvorlesung zur Popliteratur

Wann: ab 29.10. 2013, meist dienstags, 18:15 Uhr

Wo: Hans-Heinrich-Driftmann-Hörsaal, Olshausenstraße 75, 24118 Kiel

Die genauen Termine finden sie hier:

www.uni-kiel.de/download/pm/2013/2013-286-ringvorlesung-popliteratur.pdf

Aufzeichnungen der Vorträge werden unter www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de archiviert und bleiben dauerhaft frei zugänglich.

Kontakt:

Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien

Prof. Albert Meier

Tel: 0431-880-3410

E-Mail: ameier@litwiss-ndl.uni-kiel.de