Schreiben leicht gemacht

Raissa Nickel, Uni Kiel

Für alle, denen die Motivation fehlt, mit dem Schreiben einer Hausarbeit zu beginnen, die Probleme bei der Literaturrecherche haben oder sich unsicher beim Zitieren sind, fand am Donnerstag, 2. März wieder die »Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten« statt. In der Universitätsbibliothek (UB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gab es zahlreiche Workshops und Einzelcoachings. Von der Hausarbeit bis zur Doktorarbeit: Studierende aus allen Semestern und Fachrichtungen bekamen die Chance, sich über Kniffe und Tricks beim Verfassen ihrer Arbeit zu informieren. Das Konzept kommt an. Schon zum vierten Mal organisierten das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) zusammen mit dem Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) und der UB die Veranstaltung.

Interaktiv wurden die Besucherinnen und Besucher beim Schreibstrategietypentest von PerLe. Dabei erfuhren die Teilnehmenden über Fragebögen, ob sie beispielsweise eher lange planen oder direkt drauflos schreiben. Imke konnte sich bei diesem Thema noch gar nicht einschätzen. Sie studiert im fünften Semester Ernährungswissenschaft und Psychologie und musste bisher keine Hausarbeit schreiben. Nun steht die Abschlussarbeit bevor. »Wenn ich an die Bachelorarbeit denke, kriege ich das Grauen«, sagte Imke. Der gut besuchte Workshop »Richtig zitieren – Wie geht das?« von Dr. Marta Chiarinotti sollte helfen, solche Probleme zu lösen. Chiarinotti weiß, dass die Zitation den meisten Studierenden immer noch Bauchschmerzen bereitet. »Lesen Sie die Richtlinien Ihres Instituts und arbeiten Sie konsequent mit einer Zitierweise«, lauteten die Tipps der PerLe Mitarbeiterin. So konnte letztendlich auch Imke viel Wissenswertes für ihre anstehende Bachelorarbeit mitnehmen: »Ich fühle mich der Herausforderung ein Stück mehr gewachsen.«

Im Vortrag »Prüfungsangst – Verstehen und bewältigen« wurden unter anderem die Ursachen, die Ängste schüren, erklärt. »Wenn man lernt und lernt und lernt und es trotzdem nicht schafft, dann entwickelt sich das«, sagte Zuhörerin Sarah. Um die Studierenden zu motivieren und ihnen die Furcht zu nehmen, zeigte Kursleiterin Dr. Anne Bachmann Bewältigungsstrategien gegen die Angst. Sie riet dazu, dass man mit dem Gehirn auch andere Dinge machen solle, außer nur zu lernen.

»Das Interesse an den Workshops war mit über 400 Studierenden deutlich höher als im letzten Jahr. Offensichtlich haben wir mit den Themen genau das Interesse der Studierenden getroffen«, sagte Dr. Rüdiger Schütt, Mitarbeiter des Organisationsteams der UB.