Science Center: Kein inhaltliches Konzept

Der Kultur- und Wissenschaftssenat der Stadt Kiel hat nun Stellung zum geplanten Science Center genommen. In einem offenen Brief an den Stadtpräsidenten, Dr. Arne Wulff, drückt das Gremium seine Sorge aus, dass die bisher bekannt gewordenen Pläne "lediglich auf die Konzeption einer leeren Hülle" hinausliefen. "Ein tragfähiges inhaltliches Konzept, das diesen Namen verdient, fehlt bislang noch ganz", so der Wortlaut des Briefes, den Dr. Wulff gebeten wird, den Mitgliedern der Ratsversammlung zu übermitteln.

Ziel eines Science-Centers müsse es sein, der Öffentlichkeit die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaften nahe zu bringen. Deshalb sei eine herausragende inhaltliche Gestaltung nur durch die Einbindung von Hochschulen, Universitätsinstituten und Forschern möglich.

Wie die dafür notwendige Schnittstelle zwischen Center-Betreibern und Wissenschaftlern finanziert werden soll, sei völlig offen. "Der ohnehin unter chronischer Unterfinanzierung leidenden Universität und ihren Instituten" ließen sich diese Kosten nicht aufdrücken. "Ein wirkliches 'Science-Center' kann nur dann funktionieren", so der Senat, "wenn es institutionelle und personelle Schnittstellen zwischen der Forschung einerseits und der Erlebbarkeit ihrer Ergebnisse andererseits gibt."

Der Kultur- und Wissenschaftssenat besteht aus 14 Mitgliedern, die von der Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel in das Organ gewählt werden. Es berät die Oberbürgermeisterin und die Ratsversammlung. Den Vorsitz hat Professor Dr. Jörn Eckert, Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Der vollständige Wortlaut des Briefes unter:

www.uni-kiel.de/download/pm/2004/2004-096-brief-ratsfraktion.pdf

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Kultur- und Wissenschaftssenat der Landeshauptstadt Kiel
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Vorsitzender
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