Sonderbriefmarke zum Universitätsjubiläum feierlich übergeben

Die Sonderbriefmarke der Kieler Universität. Grafische Gestaltung: Prof. Annette Stahmer und Prof. André Heers, Berlin; Foto Universitätsbibliothek: Gert von Bassewitz, Uni Kiel.
Foto/Copyright: Axel Schön, CAU

Nachdem die Sonderbriefmarke der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit Beginn des Monats in den Verkauf ging, wurde das Sonderpostwertzeichen heute (Montag, 9. März) offiziell der Landesuniversität übergeben. Während einer feierlichen Zeremonie in der Kunsthalle zu Kiel überreichte Werner Gatzer, Staatssekretär des Bundesministeriums der Finanzen, rote Ersttagsalben an Ministerpräsident Torsten Albig, Universitätspräsident Professor Lutz Kipp und an Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK zu Kiel, und Professor Hans Heinrich Driftmann, Vorsitzender des Hochschulrates, sind ebenfalls Empfänger dieser besonderen Ehrung. Zusätzlich wurden 20 weiße Ersttagsalben an geladene Ehrengäste aus Universität, Politik und Wirtschaft übergeben. „Der kleinste Botschafter Deutschlands“, so Werner Gatzer, verbinde das Alte mit dem Neuen. Die Sonderbriefmarke der CAU zeigt das Universitätssiegel und die Universitätsbibliothek.

In seinem Grußwort zeigte sich Kipp begeistert von der Würdigung des 350-jährigen Bestehens der Landesuniversität durch das Bundesministerium der Finanzen: „Die Kieler Universität hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Oft genug stand die Landesuniversität Schleswig-Holsteins vor ihrer Schließung. Doch jedes Mal setzten sich ihre Mitglieder gemeinsam und erfolgreich für das Fortbestehen ihrer Hochschule ein. Heute stehen wir für exzellente Forschung und Lehre, für verantwortungsvolles Handeln. Wir schauen deshalb mit Zuversicht auf die nächsten 350 Jahre Kieler Universität.“

Torsten Albig, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein und Schirmherr des Universitätsjubiläums, teilte diese Freude: „Ich wünsche der Universität, dass mit der riesigen Auflage von 100 Millionen Exemplaren ihr Ruhm, ihre Bedeutung und ihre Reputation in alle Welt getragen werden. Diese Auflage zählt zu den höchsten, die die Deutsche Post je druckte. Ganz Schleswig-Holstein kann daher stolz auf diese Extramarke sein. “

Professor Gerhard Fouquet, Historiker der CAU, hielt einen Festvortrag mit dem Titel „Schnell, schnell, schnell – der Postillon kommt. Das erste Jahrhundert der deutschen Postgeschichte“. „Briefmarken“, so konstatierte Fouquet, „sind Zeichen staatlicher Souveränität und Identität – bis heute.“ Sie stünden damit gleichsam am Schluss einer langen frühneuzeitlichen Postgeschichte, die zugleich Abbild moderner Staatswerdung sei. „Schleswig-Holstein war in jener Zeit ganz vorne. An vierter Stelle nach Bayern, Sachsen und Preußen folgten am 5. November 1850 die schleswig-holsteinischen ‚Post-Schillinge’. Die revolutionäre Landesversammlung hatte die Marken noch in ihren letzten Tagen, bevor das Land wieder von Dänemark einkassiert wurde, bei der Altonaer Druckerei Köbner & Lehmkuhl in Auftrag gegeben“, beschrieb der Historiker die enge Verknüpfung zwischen Post- und Landesgeschichte.

Der ausführliche Festvortrag steht zum Download bereit unter:

www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-076-festvortrag.pdf