Steinige Wege für Studierende ebnen

Der Berufseinstieg von Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftlern ist in Deutschland meist steinig. Über die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen waren laut einer Studie im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 fachinadäquat in der Kundenberatung, der Werbung oder dem Bereich Public Relations beschäftigt. Die Eingliederung in die Erwerbswelt geht häufig mit niedrigen Einkommen und zum Teil prekären Beschäftigungsverhältnissen einher. „Ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Studium ist in der Regel keine klassische Berufsausbildung. Die erworbene Qualifikation ist viel breiter. Was man anschließend arbeiten will und kann, hängt dann ganz wesentlich von Interesse, Engagement und vorhandenen beruflichen Zusatzqualifikationen, etwa einem Volontariat, ab“, sagt der Kieler Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels, der heute (Mittwoch, 30. Mai) an der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zu Studierenden über seinen persönlichen Werdegang sprach.

Für Studierende der Geisteswissenschaften sei es enorm wichtig, sich frühzeitig mit den Perspektiven nach dem Studienabschluss auseinanderzusetzen, meint Dozentin Wibke Matthes, die die Vortragsreihe „Berufliche Orientierung für Geisteswissenschaftler/innen“ initiiert hat. Erstmals hat sie in diesem Semester auch namhafte Alumni wie den SPD-Abgeordneten Bartels für einen Vortrag gewonnen. Die Ehemaligen sollen den Studierenden begreifbar machen, wie Berufsbiografien verlaufen können, welche Schlüsselkompetenzen notwendig und hilfreich sind und wie aktives Netzwerken funktioniert. „Wir geben Studierenden der Kieler Universität so die Möglichkeit, von echten Vorbildern zu lernen und ihren Weg in die Berufswelt gezielter vorzubereiten“, betont sie.

Copyright: CAU, Foto: Stefanie Maack

Kontakt:

Wibke Matthes

Zentrum für Schlüsselqualifikationen

Philosophische Fakultät

Telefon: (0431) 880-1407

E-Mail: matthes@zfs.uni-kiel.de