"Strukturen für Eliteuniversität schaffen"

Das Kuratorium pro Universitate der Kieler Universität traf sich unter großer Beteiligung zu seiner ersten Arbeitssitzung. Unter der Leitung des Vorsitzenden, Professor Hans Heinrich Driftmann, diskutierte man lebhaft die strategische Ausrichtung der Hochschule anhand beispielhafter Projekte und beschäftigte sich intensiv mit der aktuellen hochschulpolitischen Situation und ihrer Auswirkung auf die Universität.

Professor Dr. Klaus Murmann sieht die CAU auf einem guten Weg und mahnt, einerseits das Erreichte nicht zu unterschätzen, andererseits aber auch sorgsam damit umzugehen. Besonders wichtig sei die Schaffung von Strukturen, die es der einzigen Volluniversität des Landes ermöglichen, ihre Kompetenzschwerpunkte im Sinne von Exzellenz auszubauen und sich dem Status "Eliteuniversität" weiter zu nähern.

Daraus ergeben sich auch Forderungen an die Politik: "Wir gehen davon aus", so der Kuratoriumsvorsitzende, Professor Hans Heinrich Driftmann, "dass der Medizinausschuss in Kiel angesiedelt wird, damit den Gewichten im Land Rechnung getragen wird." Kiels Oberbürgermeisterin, Angelika Volquartz forderte eine Versachlichung der Standortdiskussion an: "Die Verantwortlichen sind gefordert, alle Entscheidungen dahingehend zu prüfen, dass der Wissenschaftsstandort Kiel und damit das Land in seiner Leistungskraft nicht geschwächt wird."

Auch die besondere Verantwortung von Forschung und Lehre für den Wirtschaftsstandort kam zur Sprache. Wichtige Forschungsvorhaben könnten aus Sicht der Wirtschaft nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit verwirklicht werden. Dies setze eine Volluniversität mit allen relevanten Fakultäten voraus.

Dr. h. c. mult. Frederik Paulsen, Vorstandsvorsitzender der Ferring Pharmaceuticals, riet der Kieler Universität, ihre Kräfte im Marketingbereich zu verstärken, um sich möglichst gut auf den Wettbewerb als Eliteuniversität vorzubereiten.