Taler für ein Tauchertelefon

© CAU, Foto: K. Schwarzer Ein Forschungstaucher misst, wie schnell der Meeresboden vor der Schleswig-Holsteinischen Küste abgetragen wird, abhängig von Wellen und Strömung. Per Tauchertelefon könnten die Daten direkt durchgegeben werden.
Uwe Christiansen überreichte die symbolischen Schecks an Professorin Kerstin Schrottke und Professor Gerhard Fouquet
© Sparda-Bank, Foto: Axel KirchhofUwe Christiansen überreichte die symbolischen Schecks an Professorin Kerstin Schrottke und Professor Gerhard Fouquet (v. l.).

Die Kieler Universität erhält heute (07.03.08) eine Spende in Höhe von 20.000 Euro von der Sparda-Bank. Vom Großteil des Geldes soll eine kabellose Gegensprechanlage für die Forschungstaucher angeschafft werden. Mit diesem "Tauchertelefon" können die Wissenschaftler unter Wasser mit dem Einsatzteam an Bord kommunizieren. "Das macht das Tauchen sicherer und unsere Arbeit effizienter", erklärt Kerstin Schrottke, Forschungstaucherin und Juniorprofessorin an der Christian-Albrechts-Universität (CAU). "Wenn wir beispielsweise in trübem Wasser arbeiten oder Schiffswracks untersuchen, können die Taucher jederzeit die Situation vor Ort beschreiben, mitteilen, wie es ihnen geht und was sie tun. Ohne Telefon haben wir da als Kommunikationsmittel nur das Ziehen an der Leine."

Auf dem Forschungskutter Littorina im Kieler Hafen überreichte Uwe Christiansen, Filialdirektor der Sparda-Bank, Schecks an den Prorektor und designierten Präsidenten der CAU, Professor Gerhard Fouquet. Außer 15.000 Euro für die Tauchtechnik übergab er auch 5.000 Euro für die Hörsaalausstattung. "Forschung zu unterstützen heißt, sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Insbesondere wenn es um den Erhalt der Umwelt geht, übernehmen wir als erfolgreiches Unternehmen Verantwortung und unterstützen mit diesen Spenden gern erneut die CAU", so Christiansen. Bereits 2005 hatte die Sparda-Bank 10.000 Euro für die Erforschung des Sonnensystems gespendet. Fouquet: "Um Spitzenleistungen in Forschung und Lehre zu erbringen, Ergebnisse für Gesellschaft und Wirtschaft zu erzielen, um im Wettbewerb um die besten Nachwuchswissenschaftler vorn zu liegen und ein deutliches Profil zu bilden, brauchen Universitäten zusätzliche finanzielle Mittel. Diese eröffnen zusätzliche Möglichkeiten und damit Freiheiten. Dafür sage ich herzlichen Dank an die Sparda-Bank."

Das Institut für Geowissenschaften der Kieler Universität bildet seit über 30 Jahren Forschungstaucher aus. Aktuell gehören dem Team rund 90 Mitglieder aller unter Wasser arbeitenden Fachrichtungen an: Geologen ebenso wie Archäologen, Biologen und auch Tauchmediziner. Sie erforschen das Flachwasser rund um den Globus: Von Brasilien über Polen bis nach Vietnam reichen ihre Einsatzgebiete. Und auch die Küstenregionen Schleswig-- Holsteins gehören dazu. Wie kann man die Kinderstube heimischer Fischarten wiederherstellen? Welchen Einfluss haben menschliche Eingriffe auf die Entwicklung der heimischen Küsten, speziell mit Blick auf Klimaveränderung und Meeresspiegelanstieg? Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Forschungstaucher nach.