Teamgeist in den Kieler Meereswissenschaften

Bildunterschrift: Brief und Siegel für die Kieler Meeresforschung: Professor Lutz Kipp, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Dr. Oliver Herrmann, Kanzler der Uni Kiel, und Professor Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR (v. l.).
Copyright: CAU, Foto: Jürgen Haacks

Die Kieler Meeresforschung rückt jetzt noch näher zusammen. Den entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten jetzt Dr. Oliver Herrmann, Kanzler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), Professor Peter Herzig, Direktor des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR und Professor Lutz Kipp, Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Damit wird die bereits gelebte Zusammenarbeit auf eine neue vertragliche Basis gestellt.

"Wir sind stolz auf diese Kooperation, denn sie ist in dieser Intensität für die Leibniz-Gemeinschaft und eine deutsche Universität einmalig", so der Kanzler. Beide Seiten erhoffen sich eine nachhaltige Stärkung des Standorts Kiel in der Meeresforschung und für die maritime Wirtschaft in der Region. "Durch die enge Zusammenarbeit zwischen IFM-GEOMAR und CAU konnten international renommierte Projekte nach Kiel geholt werden, darunter der Exzellenzcluster 'Ozean der Zukunft' und zwei Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft", betont Professor Herzig. Der neue Vertrag soll die Zusammenarbeit auch auf den Technologietransfer ausweiten, zum Beispiel in Form des Kompetenzzentrums Aquakultur.

Professoren in den Meereswissenschaften werden in Kiel von beiden Einrichtungen gemeinsam berufen. Das ermöglicht einerseits der CAU, ihr Lehrangebot in ihrem Forschungsschwerpunkt auf hohem Niveau zu halten, andererseits dem IFM-GEOMAR eine enge wissenschaftliche Verzahnung mit der Volluniversität. Damit werden wesentliche Lücken auf diesem Gebiet, gerade durch neue Disziplinen wie Ressourcenökonomie, Meeresmedizin und Seerecht, geschlossen. Schon heute forschen mehr als 150 Wissenschaftler fächerübergreifend in dem Netzwerk "Ozean der Zukunft" in derzeit mehr als 30 internen Forschungsprojekten.