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Technische Fakultät erhält eine neue Identität

Die Technische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Ostufer- Campus in Gaarden wird in den nächsten fünf Jahren städtebaulich neu gestaltet. Bereits 2021 ist der Baubeginn für die ersten beiden Neubauten für Forschung und Lehre geplant, in die mehr als 33,3 Millionen Euro Gesamtkosten investiert werden. Grundlage für die Neugestaltung ist ein städtebaulicher Rahmenplan für die Technische Fakultät, den heute (26. November 2018) Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei, GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt, CAU-Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer, Dekan Professor Hermann Kohlstedt und Stadträtin Doris Grondke gemeinsam unterzeichnet haben. Das Ziel der Neugestaltung ist es, die Technische Fakultät der CAU auch baulich international konkurrenzfähig weiterzuentwickeln und den Campus zum Stadtteil Gaarden räumlich zu öffnen.

„Auf dem Ostufer-Campus sind die Institute für Elektro- und Informationstechnik sowie das Institut für Materialwissenschaft angesiedelt. Hochspannende Forschungsthemen, die Schleswig-Holstein und seine Wirtschaft voranbringen. Das gelingt allerdings nur, wenn die äußeren Rahmenbedingungen stimmen. Um den Standort mittel- bis langfristig zu erhalten, zu erweitern und konkurrenzfähig zu entwickeln, ist es wichtig, diesen zu stärken“, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Dr. Oliver Grundei. „Dies erfordert eine städtebauliche Neuordnung des gesamten Standortes. In dem ‚Rahmenplan Technische Fakultät‘ sind die ausschlaggebenden Ziele optimal miteinander verknüpft und schriftlich festgehalten.“

GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt sagte: „Der Weg ist das Ziel – das gilt definitiv für die heutige Unterzeichnung des Rahmenplans. Nur zwei Workshops waren nötig, um dem Campus der Technischen Fakultät eine neue Identität zu geben. Gemeinsam mit allen fachlich und politisch Beteiligten haben wir über die städtebauliche Entwicklung des Campus und die Neuverankerung der Universität in Gaarden entschieden. Das ist für mich eine großartige Gesprächs- und Diskussionskultur auf Augenhöhe.“

Inspirierende Umgebung für die Mitglieder der Technischen Fakultät

Fotostrecke:

Rahmenplan Technische Fakultät

Der Rahmenplan wird in verschiedenen Entwicklungsphasen realisiert:



Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin der Kieler Universität, betonte bei der Unterzeichnung, dass die Neugestaltung des Ostufer-Campus dem modernen Forschungs- und Lehrbetrieb gerecht werden müsse: „Die heutige Qualität der Gebäude und Infrastruktur an der Technischen Fakultät steht in keinem Verhältnis zu der hervorragenden Arbeit, die hier geleistet wird. Die Transformation des Geländes von der ‚Kaiserlichen Werft‘ aus dem 19. Jahrhundert zu einem universitären Innovations-Campus des 21. Jahrhunderts ist eine große Herausforderung. Die Rahmenplanung schafft nun die Voraussetzungen dafür, hier eine inspirierende Umgebung für die Mitglieder der Technischen Fakultät mit angemessenen und flexiblen Flächen für wechselnde Anforderungen der Wissenschaft entstehen kann. Gleichermaßen soll sich unser Ostufer-Campus offen in die städtebauliche Umgebung einfügen.“

Diese Ziele entsprechen auch den Vorstellungen der Fakultätsmitglieder, sagte Professor Hermann Kohlstedt, Dekan der Technischen Fakultät: „Wir freuen uns sehr, das nach der Bewilligung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Forschungsneubau nun auch die Rahmenplanung für unseren gesamten Campus beschlossen ist. Das gibt uns wichtige Planungssicherheit für unsere wissenschaftlichen, technischen und studentischen Mitglieder. Neben den Neubauten und Sanierungen ist auch ein lebendiger Campusplatz mit Grünflächen und studentisches Wohnen vorgesehen.“

„Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Sanierung, Umbau und Neubau der Technischen Fakultät mit einer städtebaulichen Neuordnung verbunden werden. Wenn die Insellage der Fakultät aufgelöst wird und sich der Campus zum Stadtteil öffnet, profitieren beide Seiten von diesem Schritt“, sagte Stadträtin Doris Grondke der Landeshauptstadt Kiel.

Als erste Maßnahme zur Umsetzung des Rahmenplans erhält die Technische Fakultät zwei Neubauten: An der Ecke Elisabethstraße / Norddeutsche Straße entsteht ein neues Hörsaalgebäude, das neben den Hörsälen und Seminarräumen auch eine Fachbibliothek und ein Café enthalten wird. Es bildet den neuen Eingang zum Ostufer- Campus und ist ein wichtiger Baustein zur Vernetzung der Fakultät mit dem Stadtteil Gaarden. Für das interdisziplinäre Zentrum für vernetzte Sensorsysteme (ZevS) wird ein moderner Forschungsneubau mit Laboren errichtet. Für dessen bauliche Umsetzung sucht die GMSH gerade über ein EU-weites Vergabeverfahren einen Generalplaner. Beide Neubauten sollen bis 2023 fertiggestellt werden, anschließend sollen die Gebäude C und D zurückgebaut werden. Dadurch erhält die Technische Fakultät eine neue Campusmitte und gleichzeitig potenzielle Baufläche, auf der mittelfristig weitere Neubauten entstehen können.

Auslöser für die Erstellung des Rahmenplans Technische Fakultät sind die steigenden Studierendenzahlen, zunehmende drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte und ein akuter Sanierungsbedarf des Baubestands. Um den Campus langfristig für exzellente Forschung, Lehre und Transfer attraktiv zu gestalten, haben Vertreterinnen und Vertreter der CAU, der GMSH, des Wissenschafts- und des Finanzministeriums und der Landeshauptstadt Kiel gemeinsam mit vier bundesweiten Architekturbüros in zwei Workshops den städtebaulichen Rahmenplan erarbeitet, in dem auch Baufelder mit Baulinien und Baugrenzen, Gebäudehöhen und Geschosszahlen, Freiräume und Verkehrsflächen festgelegt wurden.

Angaben zu den Baumaßnahmen:

Hörsaalgebäude
Baukosten: 8,3 Millionen Euro Bauzeit: 2021 bis 2023
Nutzfläche: 800 Quadratmeter

Forschungsneubau für das Zentrum für vernetzte Sensorsysteme (ZevS)
Baukosten: 25 Millionen Euro Bauzeit: 2021 bis 2023
Nutzfläche: 3.200 Quadratmeter

Schaffung einer neuen Campusmitte
Rückbau von Gebäude C und D: 2023 Herstellung des neuen Campusplatzes: 2024

Über die GMSH
Die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) übernimmt als zentraler Dienstleister des Landes Schleswig-Holstein die staatlichen Hochbauaufgaben für Bund und Land. Sie bewirtschaftet die vom Land genutzten Liegenschaften und beschafft Material und Dienstleistungen für die Landesbehörden. Die GMSH bringt jährlich mehr als 600 Millionen Euro an den Markt. Gegründet wurde die GMSH am 1. Juli 1999 mit dem Ziel, durch Bündelung der Bedarfe den Landeshaushalt zu entlasten. Neben ihrer Zentrale in Kiel hat die GMSH landesweit zwölf Büros. Mit 1.400 Beschäftigten ist die GMSH eines der größeren Unternehmen in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gmsh.de

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Sachgebietsleitung Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation