Uni Kiel beschließt Leitlinie zum Umgang mit Forschungsdaten

Die „Illumina HiSeq-3000“-Sequenziermaschinen im Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB). Sie können in sehr kurzer Zeit sehr große Mengen an Daten verarbeiten. Foto/Copyright: Christian Urban, Uni Kiel

Die bloße Menge digitaler Forschungsdaten (z.B. Big Data-Analysen) und der Wunsch nach breiter Verfügbarkeit von Daten (Open Science) wird in allen wissenschaftlichen Disziplinen immer größer. Gleichzeitig besteht ein hoher Anspruch an den sorgsamen Umgang mit den erhobenen oder produzierten Daten. Nachvollziehbar, nachprüfbar und über einen bestimmten Zeitraum nutzbar sollen sie sein. Dabei müssen personenbezogene Daten, zum Beispiel von Patientinnen und Patienten, geschützt sowie weitere ethische, rechtliche und wirtschaftliche Einschränkungen berücksichtigt werden. Die ersten deutschen Universitäten formulieren vor diesem Hintergrund eigene Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten. So auch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), deren Leitlinien von der Arbeitsgruppe Forschungsdatenmanagement entwickelt und in diesem Jahr durch das Präsidium beschlossen wurden.

„Die Leitlinie soll unseren Universitätsmitgliedern eine klare Definition von Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement ermöglichen, die fachspezifischen Standards für das Forschungsdatenmanagement stärken und zur Integration in die fachspezifische Lehre und einer offenen Wissenschaft motivieren“, erklärt Vizepräsidentin Professorin Karin Schwarz. Gleichzeitig werde, so Schwarz weiter, auf die existierenden und entstehenden zentralen Angebote zur Unterstützung des Forschungsdatenmanagements verwiesen.

Die Leitlinie zum Nachlesen:

www.uni-kiel.de/download/pm/2015/2015-408-leitlinie-forschungsdaten.pdf

Dieser Leitlinie voraus ging im Jahr 2013 die Leitlinie zur Förderung von Open Access an der Kieler Universität. vgl. Pressemitteilung: www.uni-kiel.de/pressemeldungen/index.php?pmid=2013-201-open-access