Uni Kiel mit neuer Führungsmannschaft

© privatOliver Herrmann, designierter Kanzler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die Uni Kiel hat heute drei Spitzenpositionen neu besetzt: Das Konsistorium der Christian-Albrechts-Universität (CAU) wählte in seiner Sitzung Dr. Thomas Bauer, Professor für Ökologie, und Dr. Gerhard Fouquet, Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, zu Prorektoren und den Juristen Oliver Herrmann zum Kanzler. Alle drei werden ihr neues Amt am 1. Juni antreten und gemeinsam mit dem Rektor, Professor Jörn Eckert, die Geschicke der Universität lenken. Während der Kanzler hauptamtlich für sechs Jahre die Hochschulverwaltung leitet, bekleiden die Prorektoren ihr Amt drei Jahre lang parallel zur Professorentätigkeit. Das Konsistorium wählte alle drei Kandidaten im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit.

Professor Jörn Eckert beglückwünschte als Erster seine zukünftig engsten Partner: "Ich freue mich auf eine starke, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit – eine Arbeitsatmosphäre, wie ich sie von meinen derzeitigen Kollegen gewohnt bin und bewahren möchte."

Für die naturwissenschaftliche Fakultätengruppe tritt Professor Thomas Bauer in die Fußstapfen von Geografie-Professor Jürgen Bähr, der das Prorektorenamt zwei Wahlperioden lang innehatte. Am Zoologischen Institut der CAU erforscht der 61-jährige Professor Bauer insbesondere Gestalt und Ökologie von Insekten.

Auf der geisteswissenschaftlichen Seite löst Professor Gerhard Fouquet die Professorin für Volkskunde, Dr. Silke Göttsch-Elten, im Prorektorenamt ab. Der 52-jährige Fouquet lehrt und forscht seit 1996 an der Christiana Albertina. Seine Spezialgebiete sind die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Spätmittelalters sowie die Umweltgeschichte.

Der neue Kanzler Oliver Herrmann (39) übernimmt das Amt von Dr. Steffen Richter. Herrmann ist Jurist und derzeit noch Personaldezernent der Universität Paderborn. Parallel zum Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster leitete er verschiedene Fakultätsverwaltungen an der Universität Bielefeld. Nach dem Referendariat war er an der Bielefelder Uni als Justitiar tätig. Im aktuellen Wintersemester promoviert er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Thema "Das Zusammenwirken der Hochschulorgane bei Berufungsverfahren".

Die Bewerber für die Ämter stellten sich heute im Audimax vor und anschließend den Fragen des Konsistoriums – das ist das höchste Gremium der Universität. Es beschließt beispielsweise über die Verfassung der Universität, wählt die Rektoratsmitglieder und entscheidet über grundsätzliche Fragen der Hochschule. Das Konsistorium besteht aus 60 Vertretern (20 Professoren, 20 Studierende, zehn wissenschaftliche und zehn nichtwissenschaftliche Angestellte). Des Weiteren gehören ihm – mit Antragsrecht und beratender Stimme – die Mitglieder des Rektorats, die Dekane und die Frauenbeauftragte an.