Verlockende Fruchtfliegenfalle

Die Landessiegerinnen und -sieger stellen sich nach dem Landeswettbewerb dem bundesweiten Wettstreit.
Foto/Copyright: Volker Rebehn

Zum 18. Mal richtete die Technische Fakultät (TF) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am 25. und 26. März den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ aus. 59 Jugendliche mit 32 Projekten stellten sich dem wissenschaftlichen Wettstreit in „Jugend forscht/Schüler experimentieren“. Gestern (Donnerstag, 26. März) wurden die eingereichten Arbeiten der Öffentlichkeit vorgestellt und von einer 17-köpfigen Jury bewertet.

Professorin Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin der CAU, und Britta Ernst, Ministerin für Schule und Berufsbildung, kamen zur Begrüßung. Im Anschluss wurden die Preise und Sonderpreise feierlich an die Jugendlichen verliehen. Im Fachgebiet Biologie durfte sich die 18-jährige Mihyun Park über den ersten Preis für die Entwicklung einer effektiven Fruchtfliegenfalle freuen. „Die Fruchtfliegenfalle sollte zuverlässig, schnell, gesundheits- und umweltschonend wirken und ohne unangenehme Gerüche auskommen“, beschreibt die Schülerin von der Kieler Humboldt-Schule ihr anfängliches Ziel. Professor Christian Peifer vom Pharmazeutischen Institut und Professor Thomas Roeder vom Zoologischen Institut unterstützten sie dabei. In zwei Experimenten wurde der Einfluss von Aromastoffen auf das Verhalten der Insekten untersucht. „Ich bin froh, dass ich im Labor arbeiten durfte. Wenn zu Hause etwas schief geht, kommt es schnell zu einer Plage“, erzählt Mihyun lachend und bedankt sich für die Hilfsbereitschaft in den Instituten der Kieler Universität, „allen voran Judith Bossen und Stella Nolte“ aus Roeders Arbeitsgruppe.

Peifer zeigt sich beeindruckt von ihrer Eigeninitiative und lobt Methodik und Aufbau der Arbeit: „Das Projekt war sehr anspruchsvoll, fast auf Bachelorarbeitsniveau.“ Die Ergebnisse können für Privathaushalte oder beispielsweise Supermärkte interessant werden. Aber auch die Landwirtschaft könne von den verlockenden Fallen profitieren, sagt Mihyun: „Bienen sind zunehmend bedroht. Durch Pheromon- oder Duftfallen könnten fliegende Insekten angelockt werden.“ Dadurch sei eine künstliche Bestäubung oder Schädlingsüberwachung denkbar.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, den jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Themen der Arbeiten sind unter www.jugend-forscht-sh.de zu finden.

Kontakt:

Dr. Frank Paul

Dekanat der Technischen Fakultät der CAU

Tel.: 0431/880-6002

E-Mail: fp@tf.uni-kiel.de