Weltorganisation im Wandel

Menschenrechtsschutz, Friedenssicherung, Umweltpolitik – in diesen und weiteren Feldern der internationalen Politik spielt die Organisation der Vereinten Nationen UNO eine zentrale Rolle. Wie diese Rolle 60 Jahre nach ihrer Gründung wahrgenommen wird – damit beschäftigt sich eine öffentliche Ringvorlesung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Friedrich-Naumann-Stiftung im kommenden Wintersemester. Politikwissenschaftler und politische Praktiker stellen ab 25. Oktober jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr im Hebbelhörsaal (Alte Mensa) in der Olshausenstraße 40 in Kiel eines von 13 brisanten Themen in den Mittelpunkt und anschließend zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Gerade in den vergangenen Wochen um den großen UN-Jubiläumsgipfel in New York hagelte es immer wieder Kritik an der Weltorganisation, ihr Abschlussdokument ging vielen Ländern nicht weit genug – zum Beispiel in Sachen Abrüstung oder im Kampf gegen die Armut. Hier setzt die Kieler Ringvorlesung an, erklärt der Organisator – Politikprofessor Johannes Varwick: "Mit Hilfe von externen Fachleuten wollen wir die Stärken und Schwächen der UN ausarbeiten und schließlich Lösungswege aufzeigen, die sich auch umsetzen lassen. Alle, die der Meinung sind, dass der Nationalstaat allein nicht alle Probleme der Welt lösen kann, sind zu unserer Veranstaltungsreihe herzlich eingeladen."

Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss fast aller Staaten der Erde. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. An der CAU beschäftigen sich das Institut für Politische Wissenschaft und das Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht mit der Reform der Vereinten Nationen. Gerade ist eine Expertenkonferenz zu diesem Thema in Berlin zu Ende gegangen.

Das Programm (pdf) zur Ringvorlesung steht zum Download bereit unter: www.uni-kiel.de/download/pm/2005/2005-099-uno.pdf

Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Politische Wissenschaft
Professor Johannes Varwick
0431/880-1586
Fax: 0431/880-2483
varwick@politik.uni-kiel.de