Workshop „Digital Ocean 2017“ zur Digitalen Woche Kiel

Computerbasierte Simulation von Fischpopulationen mit Raubfischen (Predator) und Futterfischen (Forage).
Foto/ Copyright: Wilhelm Hasselbring, Universität Kiel

Die Kieler Meereswissenschaften (Kiel Marine Science und Future Ocean) laden Interessierte aus der Meeresforschung, Informationstechnologie und Wissenschaft anlässlich der ersten Digitalen Woche Kiel am Mittwoch, 20. September, von 12 bis 18 Uhr zu einem Workshop über die Herausforderungen der digitalen Transformation in der Meeresforschung ein. Gegenwärtig verändert die digitale Transformation alle Bereiche unseres Lebens, auch die Methoden, die in der Forschung eingesetzt werden. Für die Meereswissenschaften stellt sich dadurch unweigerlich die Frage, wie eine digitale Transformation hin zu offenen, nachvollziehbaren Forschungsmethoden gelingen kann. Meeresforschung basiert beispielsweise auf Daten aus unterschiedlichen Beobachtungsinfrastrukturen, empirischen Studien und Modell-Simulationen. Diese Forschung wird in Zukunft von neuartigen Sensorsystemen, immer leistungsfähigeren Computer-Modellen, effizienter Datenflussverarbeitung und Big-Data-Analysen kombiniert mit nachhaltig entwickelter, offener Forschungssoftware profitieren.

„Viele Forschungsarbeiten sind ohne den Einsatz von Software und speziellen Computersystemen nicht mehr vorstellbar. So basieren gesellschaftlich relevante Forschungsfragen wie Prognosen zum Klimawandel ausschließlich auf komplexen Computersimulationen. In der Veranstaltung ‚Digital Ocean 2017‘ werden wir exemplarisch für die Meereswissenschaften betrachten, welche neuen Perspektiven sich für die Erforschung der Zukunft des Ozeans aus den Möglichkeiten der Digitalisierung ergeben. Unser Ziel ist es, Lösungen für sehr große Datenmengen und für Forschungssoftware zu entwickeln, um so die Meeresforschung sinnvoll unterstützen zu können“, freut sich Professor Wilhelm Hasselbring, Software Engineering Group am Institut für Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf viele interessierte Gäste.

Um Anmeldung für das Networking wird gebeten per E-Mail an reiner.jung@email.uni-kiel.de.

Das Wichtigste in Kürze:

Was? Workshop „Digital Ocean 2017“ zur Digitalen Woche Kiel

Wann? Mittwoch, 20.9.2017, 12 bis 18 Uhr

Wo? Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB), Am Botanischen Garten 11, CAU Kiel

Kontakt:

Prof. Dr. Willi Hasselbring

Institut für Informatik, Universität Kiel

Telefon: 0431 880-4664, -3734 (secretary)

Email: hasselbring@email.uni-kiel.de

Friederike Balzereit

Öffentlichkeitsarbeit Kiel Marine Science (KMS)

Telefon: 0431 880-3032

E-Mail: fbalzereit@uv.uni-kiel.de

Programm:

12:30 Uhr: Willkommen – Martin Visbeck (Sprecher Exzellenzcluster „Future Ocean“ und GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung)

13:00 bis 14:30 Uhr: Vorträge I

Jens Greinert, GEOMAR: “Inaccurate navigation, blurry images and too little samples: How we nevertheless map the deep sea in high resolution and quantify Mn-nodule resources”

Tal Dagan, CAU Kiel: “Challenges in metagenomics big data”

Katja Matthes, GEOMAR: “Ocean Systems Modeling“

14:30 - 15:00 Kaffeepause

15:00 - 16:30: Vorträge II

Tom Kwasnitschka, GEOMAR: “Das Ocean Media Lab – Transdisziplinäre Medienforschung im Dienste der Meereswissenschaften“

Klaus Tochtermann, ZBW: “Forschungsdaten erfolgreich managen – in Deutschland, Europa und der Welt“

Wilhelm Hasselbring (CAU Kiel): “Sustainable and open ocean research software”

Ab 16:30 Networking mit Fingerfood