Zeugnisse aus der Geschichte der Kieler Uni zugänglich

Uni-Geschichte einsehbar: Heute (13. Oktober) übergibt der Direktor des Landesarchivs, Professor Reimer Witt, dem Kanzler der Kieler Universität, Dr. Steffen Richter, einen Katalog der historischen Unterlagen, die im Landesarchiv aufbewahrt werden. Dieses "Findbuch" sowie ein elektronisches Verzeichnis benennen über 5000 Archivalien, die man im Archiv anschauen kann, darunter Urkunden, Dokumente und Akten. Sie geben Aufschluss über die Rolle der Universität in der Landesgeschichte. Es handelt sich z.B. um die Stiftungsurkunde der Universität, Zeugnisse über die Universitätsverfassung, den Lehrkörper, Studentenvereinigungen, Feierlichkeiten und Jubiläen, um Stipendien und Studienordnungen. Für alle, die zur Landes- und Universitätsgeschichte forschen, wird damit ein wahrer "Schatz" gehoben.

Warum wurde Theodor Olshausen für seine freiheitlichen Ideen verurteilt? Wie ging die Vertreibung von Professoren während des Nationalsozialismus vor sich? Diesen und ähnlichen Fragen kann zukünftig jeder Interessierte nachgehen. Es muss lediglich ein Benutzungsantrag gestellt werden, die Beratung und Akteneinsicht sind kostenfrei.

Das gedruckte Findbuch enthält Archivgut bis 1945, über die Zeugnisse aus der Zeit danach gibt das elektronische Archiv "Aida" Auskunft.

Der Auftrag des Schleswig-Holsteinischen Landesarchivs, die Geschichte der Kieler Universität zugänglich zu machen, geht auf das Jahr 2002 zurück. Im Mai wurde ein entsprechender Vertrag geschlossen, der auch die laufende Aufarbeitung der Aktenbestände aus der Nachkriegzeit einschließt.

Kontakt:
Landesarchiv Schleswig-Holstein, Schleswig,
Dr. Georg Asmussen
04621-86 1846
Fax: 04621-86 1801
landesarchiv@la.landsh.de