unizeit Schriftzug

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Start des neuen Sommersemesters lade ich Sie herzlich ein, Ihre Gedanken auf Reisen zu schicken, auch wenn wir selbst auf diese verzichten müssen. Trotz der aktuellen Einschränkungen arbeiten, studieren und forschen die Mitglieder unserer Universität mit großem Engagement weiter. Sie alle tragen dazu bei, dass der gesellschaftliche Diskurs auf sorgfältig erhobenen, wissenschaftlichen Daten basiert. In gleichem Maße reflektieren wir das Geschehene und verlieren auch jene nicht aus dem Blick, die besonderer Unterstützung bedürfen. Was zum Beispiel das Kompetenzzentrum für Genomanalysen zur Covid-19-Forschung beiträgt, wie die digitale Lehre an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät im vergangenen Wintersemester bewältigt wurde oder wie unsere Kunsthalle die digitale Teilhabe von Menschen mit Seheinschränkungen ermöglicht – darüber erfahren Sie mehr in dieser Ausgabe.

Auch über die Corona-Pandemie hinaus gibt es viele Themen zu entdecken. In unserem Titelthema stellen wir Ihnen eine innovative Technik nach dem Vorbild der Natur vor und blicken auf die großen Staatenbünde USA und Europa – und wie sie sich nach dem Brexit und der Abkehr von einem populistischen Anführer weiterentwickeln. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Erkunden der neuen »unizeit«, die mit dieser Ausgabe ihr 20-jähriges Bestehen feiert!

Prof. Dr. Simone Fulda
Präsidentin

Zwei USA-Flaggen, in gegensätzliche Richtungen wehend

Wenig Aussicht auf Versöhnung in den USA

Donald Trump ist als Präsident erst einmal Geschichte. Aber wie kam es dazu, dass er überhaupt politische Gegenwart werden konnte? Der Politikwissenschaftler und USA-Kenner Professor Torben Lütjen analysiert die tiefe Spaltung der amerikanischen Gesellschaft und prognostiziert wenig Erfreuliches.
 
Kohlstedt, Hansen und Vahl

Vom Gehirn lernen

Computer werden zwar immer leistungsfähiger, doch weitaus effizienter arbeitet das menschliche Gehirn. Was wir davon für das Lernen sowie die technische Informationsverarbeitung ableiten können, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im neuen Sonderforschungsbereich 1461 »Neurotronics« – darunter sind auch zahlreiche Nachwuchsforschende.

 
Kai Lohsträter vor einem Bücherregal

Neu an der CAU: Universitätsverlag Kiel

Publikationen professionell betreuen und sichtbar machen – diesen Service will der neue Universitätsverlag den Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bieten. Doch was braucht es, um eine solche Einrichtung auf die Beine zu stellen?

 
Osivue Michael Lucky

Finanzmärkte verstehen, Investitionen managen

Ein Traum, Durchhaltevermögen und der Tipp eines guten Freundes haben Osivue Michael Lucky aus Nigeria zum Studium nach Kiel gebracht. Sein Ziel: Er möchte Experte für Finanz- und Wirtschaftsanalysen werden.

 
Fragmente einer Handschrift

Neue Sichtweisen auf alte Schriften

Das Alte Testament berichtet geschichtenreich von den Anfängen des Volkes Israel. Viele Erzählungen gibt es aber in gleich mehreren Varianten. Was dahintersteckt und welche Erkenntnisse sich daraus für die Entstehungszeit ablesen lassen, untersucht der Bibelwissenschaftler Christoph Berner.

 
Tastkopie eines Gemäldes

Mit Worten der Kunst nachspüren

Teilhabe für alle Menschen ermöglichen: Das ist das erklärte Ziel der Kunsthalle zu Kiel. Mit speziellen Online-Führungen können hier sogar blinde und sehbehinderte Menschen Kunstgenuss erleben.

 
Steinsetzung »Ales stenar«

Die Archäologie des Sehens

Wie nehmen wir Dinge wahr? Und was bedeutet das für unser Handeln – oder Nichthandeln? Ein neues, internationales Forschungsprojekt mit Kieler Beteiligung geht diesen Fragen mit einem Blick in die Vergangenheit nach.

 
Zwei Frauen mit Tonscherben

Ab in die Grube

Spannende Erkundungen im Erdreich: Im neuen archäo:labor der Kieler Universität können Kinder und Jugendliche Grabungen und Experimente rund um das Thema Archäologie durchführen. Nach Ostern geht es los.

 

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