Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen in einem neuen Jahrzehnt! Zu Beginn des Jahres 2020 blicken wir als Universität voraus auf die großen Themen der kommenden Dekade. Wie sieht die Welt wohl in zehn Jahren aus? Wie werden wir leben? Welche Lösungen werden wir für die drängenden Fragen der Zeit finden? Es liegt in der Natur von Institutionen wie der CAU, dass sie immer wieder über den Tag hinausdenken wollen und müssen. So entstehen neue wissenschaftliche Analysen und Ideen und innovative gesellschaftliche Konzepte, die unser Leben in der Zukunft hoffentlich ein Stück besser machen können. Dafür messen wir uns mit den Besten unseres Faches und arbeiten mit anderen Institutionen zusammen. Dieser Wettbewerb erfordert die Fähigkeit, vorauszublicken und sich die Welt von morgen vorstellen können – und Wege aufzuzeigen, wie man da hinkommt. Um eine gerechte und lebenswerte Zukunft zu denken und zu schaffen, brauchen wir den engen Kontakt und den Austausch mit den Menschen, für die diese Zukunft gemacht wird. Die CAU wird dazu den Dialog mit der Gesellschaft und zwischen den Generationen in den kommenden Jahren ausbauen und stärken. Auch die »unizeit« wird dabei weiter eine wichtige Rolle spielen. Viel Vergnügen wünscht Ihnen in diesem Sinne bei der Lektüre der neuen Ausgabe

Prof. Dr. Lutz Kipp
Universitätspräsident

Leuchtende Moleküle

Algorithmen ergänzen das Chemielabor

Manche chemischen Prozesse sind so komplex, dass sich kaum sagen lässt, was dabei genau passiert. Computergestützte Methoden, wie sie Juniorprofessorin Carolin König entwickelt, können diese Prozesse simulieren und so helfen, sie besser zu verstehen.
 
Weizenblatt, von einem Pilz befallen

Expertin im Reich der Pilze

Professorin Eva Stukenbrock erforscht die Wechselwirkungen von Pilzen und ihren Wirtsorganismen, vor allem im Hinblick auf die Krankheitsentstehung. Mit dieser Expertise wurde sie kürzlich in das internationale Wissenschaftskolleg CIFAR aufgenommen.

 
 Roboterhand übergibt einer Frau eine Spritze.

Auch Maschinen können irren

Schneller, effektiver und womöglich sogar klüger als der Mensch: Künstliche Intelligenz ruft oftmals Ängste hervor. Zu Recht?

 
Symbold Verbeugungen

Einfach anders

Würden die Leute nur das sagen, worauf es wirklich ankommt, dann ginge es sehr wortkarg zu auf dieser Welt. Dass tatsächlich allerorten munter drauflos geredet wird, hat viel mit Höflichkeit zu tun. Ein klarer Fall (nicht nur) für die Linguistik.

 
Im Watt knieende Person

Europäischer Hochschulcampus

Die Europäische Kommission fördert 17 EU-weite Universitätsallianzen als Europäische Hochschulen. Die Uni Kiel ist mit von der Partie als einer von sechs Standorten der »Europäischen Universität der Meere«. Sie bietet innovative Lehrangebote und integrierte Mobilität.

 

Gemeinsam den Mikroorganismen auf der Spur

Internationale Zusammenarbeit wird an der Kieler Universität großgeschrieben. In der Mikrobiologie reicht diese bis nach Äthiopien. Das hat jedoch nicht nur wissenschaftliche Gründe.

 
Knieende Person in einem Getreidefeld

Der Faktor Arbeit

Die Wurzeln sozialer Ungleichheit reichen bis weit in unsere Vergangenheit zurück. Ihre Ursachen und ihren Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung zu unter­suchen, ist eines der Kernthemen im Exzellenzcluster ROOTS.

 
Verena Sauer

Ass fei dei Dallala laa!

Verena Sauer hat in ihrer Dissertation untersucht, wie sich der thüringisch-bayerische Grenzdialekt Itzgründisch zwischen 1930 und 2014 entwickelt hat. Mit ihren Ergebnissen widerlegte sie den aktuellen Stand der Dialektforschung – was ihr einen wissenschaftlichen Preis einbrachte.

 

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