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Freier Online-Zugang zu 1.900 Fachzeitschriften

Uni Kiel unterzeichnet zweite Vereinbarung in weltweit größtem Open-Access-Projekt.

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Mit einem Präsidiumsbeschluss am 3. März ist die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) dem bundesweiten DEAL-Vertrag mit Springer Nature beigetreten, der am 8. Januar mit einer Laufzeit von drei Jahren von den Verhandlungspartnern unterzeichnet wurde. Nach der Vereinbarung mit dem Verlag Wiley in 2019 ist dies jetzt der zweite Vertrag im Rahmen des von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen initiierten DEAL-Projekts. Auf Basis dieser laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) »weltweit größten Open Access Vereinbarung« werden von deutschen Forscherinnen und Forschern bis zu ca. 13.000 Open Access-Artikel pro Jahr erwartet.

Für alle CAU-Mitglieder einschließlich des UKSH, Campus Kiel, wird mit dem Beitritt der campusweite und dauerhafte Volltextzugriff auf ca. 1.900 subskriptionspflichtige E-Journals des Springer Verlages ermöglicht – rund 800 Journals mehr als in der Vergangenheit. Darüber hinaus erhalten alle CAU-Mitglieder einschließlich des UKSH, Campus Kiel, als einreichende Autorinnen und Autoren (»Submitting/Corresponding Author«) in den meisten dieser wissenschaftlichen Zeitschriften ab sofort – und in etwa 600 weiteren originären Open Access-Journals (zum Beispiel BioMed Central, Nature Communications) ab August 2020 – die Möglichkeit, ihre Artikel im Gold Open Access-Standard zu veröffentlichen. Das ist ein weltweiter, freier Zugang ab dem ersten Tag der Veröffentlichung.

Entsprechend freut sich die Vizepräsidentin der CAU, Professorin Anja Pistor-Hatam, »dass damit die Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse aus Kiel weltweit weiter erhöht wird«. »Außerdem«, ergänzt die Direktorin der Universitätsbibliothek Dr. Kerstin Helmkamp, »sind die Forschungsergebnisse jederzeit und von jedem Arbeitsplatz aus frei verfügbar und können so schneller rezipiert werden.«

In der dreijährigen Vertragslaufzeit, der sogenannten Transformationsphase, finanziert die CAU dieses neuartige Lizenzmodell. Es führt den lesenden Zugriff auf Zeitschriften und das Open Access Publizieren in diesen Zeitschriften in Form einer pauschalen »Publish & Read-Gebühr« aus zentralen Mitteln zusammen. So fallen für die einzelnen Autorinnen und Autoren der CAU einschließlich des UKSH-Campus keine Artikelgebühren an. Davon ausgenommen sind Gebühren für Open-Access-Artikel in originären Open-Access-Zeitschriften, die der CAU zusätzlich in Rechnung gestellt und gesondert finanziert werden.

Nach Ablauf der dreijährigen Vertragslaufzeit ist eine Evaluierung des Vertragsmodells geplant, bei der unter anderem auch der Umstieg auf ein artikelbezogenes Bezahlsystem geprüft werden soll.

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