Akademische Feierstunde zum 100. Geburtstag des Lyrikers Erich Fried

Digitale Veranstaltungen vom 6. bis 10. Mai

Erich Fried (1921–1988), einer der bekanntesten deutschsprachigen Lyriker des 20. Jahrhunderts und Träger des Georg-Büchner-Preises, wäre am 6. Mai dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubliläums gibt es an der Universität Wien in enger Kooperation mit dem Romanischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Literaturhaus Wien eine Reihe von Veranstaltungen zur Erinnerung an den großen Österreichischen Dichter und literarischen Übersetzer.

Der Jude Erich Fried floh 1938 vor den Nazis aus Wien nach London und verbrachte Jahrzehnte im englischen Exil, von wo aus er sich vor allem mit politisch engagierten Gedichten und Liebeslyrik, aber auch durch Übersetzungen der Werke Shakespeares ins Deutsche einen Namen machte und seit Ende der 1970er Jahre weit über Österreich und Deutschland hinaus bekannt wurde. Das Lehrstuhl-Team um Professor Ulrich Hoinkes nutzte nun langjährige Kontakte zur Universität Wien, um dort maßgebliche Impulse bei den Festveranstaltungen anlässlich des Jubiläums zu setzen. Zusammen mit Professor Ulrich Hoinkes, Kiel, und Professor Stefan Krammer, Wien, organisiert Dr. Max Doppelbauer vom Romanischen Seminar der CAU eine Reihe von Veranstaltungen an der Uni Wien, die nicht nur eine Hommage an Erich Fried sind, sondern sich zugleich zum Ziel gesetzt haben, seine Botschaften als engagierter Literat und kritischer Zeitgeist in die Gegenwart zu übertragen. „Dabei werden in einer Zusammenarbeit von Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden künstlerische Formate vorgestellt, die sozialkritisches Engagement aus der akademischen Ausbildung an der CAU heraus entstehen lassen“, erklärt Hoinkes. Darunter sind etwa Elemente des Poetry Slams und des Filmmaking by Students. Einen besonderen Akzent setzt ein Live-Event mit Jazz-Musikerinnen und -musikern der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), das ebenfalls von dem Kieler Team organisiert wird. Die Kieler Initiative dieses gemeinsamen Projektes mit der Uni Wien ist dabei an die Aktivitäten des international arbeitenden Anxiety Culture Projekts angebunden, das derzeit zu einem Verbundforschungsprojekt mit Sitz an der CAU erwächst.

Ein Stück Zeitgeschichte übergibt Ulrich Hoinkes im Rahmen einer Feierstunde am 8. Mai dem Erich-Fried-Archiv der Nationalbibliothek in Österreich: Es handelt sich um ein noch unbekanntes Original-Typoskript von Erich Fried, das in seinem Privatbesitz ist und parallel zur Übergabe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erstveröffentlicht wird.

Die Live-Veranstaltungen sowohl an der Universität Wien als auch im Literaturhaus Wien sind online mittels Zoom- und Streaming-Links frei zugänglich. Weitere Informationen zum Programm sind unter den folgenden Web-Links zu finden: go.univie.ac.at/erichfried, erichfriedtage.com.

 

Logo mit der Aufschrift 100 Jahre Erich Fried, 6.-10. Mai 2021.
© Literaturhaus Wien

Logo zur Veranstaltung "100 Jahre Erich Fried".

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Dr. Ulrich Hoinkes
Romanisches Seminar
hoinkes@romanistik.uni-kiel.de

 

Pressekontakt:

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Kieler Universität
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation