Konzertfilmdokumentation mit Werken von Montgomery, Takemitsu, Bruch und Beethoven

Studierende der Uni Kiel erarbeiteten Konzertprogramm im online geführten Seminar mit Konzertdramaturgin Dr. Waltraut Anna Lach

Im Sommersemester 2020 erarbeiteten fünf Studierende der Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit Konzertdramaturgin Dr. Waltraut Anna Lach im Masterseminar „Konzertdramaturgie und Orchestermanagement“ das Programm für das 3. Philharmonische Konzert der Kieler Philharmoniker mit dem Motto „Nähe und Ferne“. Das Konzert, geplant für November 2020, musste pandemiebedingt ausfallen, und wird nun vom Philharmonischen Orchester in Kooperation mit der CAU und der jungen Kieler Produktionsfirma 3komma3 als Konzertfilmdokumentation umgesetzt – auf diese Weise werden Synergien zwischen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt geschaffen. Neben dem musikalischen Programm wird in der Dokumentation die gesamte Entstehungsgeschichte des Konzertes mit Interviews und einer Einführung in die Werke gezeigt. Der Erstausstrahlungstermin des Films ist für Samstag, 17. April (19:30 Uhr) auf dem YouTube-Kanal des Theater Kiel und auf kiel.live geplant. Anschließend ist der Film bis Ende Juli 2021 online abrufbar.

Entstehung des Programms

Die neue Lebenswirklichkeit während der Corona-Pandemie, derentwegen auch das Seminar ausschließlich per Videokonferenz gehalten wurde, war Impulsgeber für das Motto des Konzerts, das sich in zahlreichen Variationen in der Musikauswahl wiederspiegelt. Die einzige inhaltliche Vorgabe lautete, für das philharmonische Kieler Debüt des Pianisten Fabian Müller, eines von Beethovens fünf Klavierkonzerten zu berücksichtigen. In Abstimmung mit dem Solisten und dem Dirigenten wählten die Studierenden das c-Moll-Konzert Nr. 3. Sowohl dramaturgisch als auch organisatorisch waren die Masterstudierenden vor einige Hürden gestellt: Das gewählte Motto musste sich inhaltlich im Programm niederschlagen, das Konzert sollte ohne Pause sein, die Besetzungen der Stücke durften wegen der Abstandsregelungen auf der Bühne nicht zu groß sein, dennoch sollte möglichst das gesamte Orchester beschäftigt werden. So kam die sehr besondere Programmauswahl, die Nähe und Ferne musikalisch, zeitlich und geografisch aufgreift, zustande. Die lebensfrohe, von markanten Rhythmen, Improvisation und Tradition geprägte Streichermusik der jungen US-amerikanischen Komponistin Jessie Montgomery (*1981) macht als deutsche Erstaufführung den Auftakt, bevor in Toru Takemitsus Bläserstück „Garden Rain“ ein kurzer Ruhepunkt erreicht wird. Max Bruchs „Serenade nach schwedischen Melodien“ bestimmen tänzerisch-sehnsüchtige Weisen und skandinavisches Flair, während Pianist Fabian Müller mit Beethovens 3. Klavierkonzert an die Schwelle von Wiener Klassik und Romantik führt.

Programm:

Jessie Montgomery (*1981)
„Strum“ für Streichorchester
„Starburst“ für Streichorchester

Toru Takemitsu (1930–1996)
„Garden Rain“ für Blechbläser

Max Bruch (1838–1920)
Serenade nach schwedischen Melodien für Streichorchester c-Moll op. posthum

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Philharmonisches Orchester Kiel
Solist Fabian Müller (Klavier)
Dirigent Benjamin Reiners

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Theater Kiel.

Dirigent und Orchester auf einer Bühne
© Olaf Struck

Generalmusikdirektor Benjamin Reiners und das Philharmonische Orchester Kiel bei den Aufnahmen zu einem Werk des japanischen Komponisten Toru Takemitsu.

Dirigent hält eine Filmklappe in die Kamera
© Olaf Struck

Konzentriert: Generalmusikdirektor Benjamin Reiners bei den Aufnahmen zur Konzertfilmdokumentation „Nähe und Ferne“.

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