Themenabend in Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kiel

brennendes Buch
© PixabayMotivbild.

Vor 85 Jahren, am Abend des 10. Mai 1933, brannten in Kiel die Bücher. Zu nächtlicher Stunde setzte sich ein Fackelzug in Bewegung, um vom Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zum zentralen Wilhelmplatz zu marschieren. Dort fand der Höhepunkt der sogenannten Aktion „wider den deutschen Geist“ statt: Wie in 21 anderen Universitätsstätten fiel die von der Deutschen Studentenschaft in ihren schwarzen Listen aufgeführte „verbrennungswürdige“ Literatur auch in Kiel den Flammen der Scheiterhaufen zum Opfer. Nur kurz zuvor hatte der Kieler Philosophieprofessor Ferdinand Weinhandl auf einer Versammlung im vollbesetzten Audimax seine Gefolgschaft mit martialischen Worten auf die Bücherverbrennung eingestimmt: „In einer Stunde wird die deutsche Studentenschaft ein Stück des Ungeistes der letzten vierzehn Jahre den Flammen übergeben.“

Das Projektteam des Kieler Gelehrtenverzeichnisses und die Universitätsbibliothek (UB) der CAU laden alle Interessierten am Dienstag, 7. Mai, zum dritten fachwissenschaftlichen Themenabend in Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kiel ein. Der Abend findet statt unter dem Thema: „Unbelastet unterm Hakenkreuz? Schleswig-holsteinische Eliten aus Universität und Politik und ihre Wege durch die Entnazifizierung“.

Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze.

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Themenabend in Erinnerung an die Bücherverbrennung in Kiel
Wann: Dienstag, 7.5.2019, ab 18 Uhr
Wo: Foyer der Universitätsbibliothek Kiel, Leibnizstraße 9 

Verantwortlich:
Karen Bruhn
Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein
Historisches Seminar der CAU