Female Remains – Frauenschicksale und die Vermessung der Geburt

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© Lorenz OberdörsterFemale Remains – Frauenschicksale und die Vermessung der Geburt. Neue Ausstellung der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung Kiel
  • Female Remains. Frauenschicksale und die Vermessung der Geburt Medizin-und Pharmaziehistorische Sammlung, Brunswiker Str. 2, 24105 Kiel
  • Öffnungszeiten: freitags, 10 bis 13 Uhr und sonntags 14 bis 18 Uhr geöffnet, auch Pfingstsonntag und Pfingstmontag, 23. / 24.5., von 14 bis 18 Uhr
  • Ausstellungsdauer: mind. bis März 2022
  • Weitere Infos: www.med-hist.uni-kiel.de
  • Ein Mund-Nasenschutz ist während des Museumsbesuches verpflichtend!
     

Über die Ausstellung

Ein Vitrinenschrank, der die geburtshilfliche Sammlung von Beckenpräparaten der Kieler Hebammenlehr- und Gebäranstalt aus dem 19. Jh. verwahrt, gilt als eines der bekanntesten Objekte unseres Museums. In mehrjähriger Forschungsarbeit sind der Medizinhistorker Dr. Ulrich Mechler und der Personenhistoriker Dr. Christian Hoffarth der Frage nachgegangen, wessen Becken hier eigentlich gesammelt wurden und wie die Sammlung genutzt wurde.
Die Ausstellung zeichnet den Lebensweg von fünf Patientinnen der Gebäranstalt nach. Sie vermittelt ein Bild vom Alltag der Schwangeren und den Mitarbeiter*innen der Gebäranstalt. Sie beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Patientinnen, Hebammen und Geburtshelfern und erläutert die historische Forschung zum Verständnis des Geburtsvorgangs.
Die Kieler geburtshilfliche Beckenforschung galt im 19. Jh. als herausragend. Wichtige medizinische Fortschritte, von denen wir heute profitieren, sind ihr zu verdanken. Dennoch bleibt es eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, historische und gegenwärtige Forschungsmethoden aus unterschiedlichen Perspektiven immer wieder neu zu hinterfragen. Die Ausstellung regt an, den Umgang mit den Patientinnen der Gebäranstalt und den Umgang mit ihren sterblichen Überresten zu diskutieren. Sie zeigt auf, wo uns vergleichbare Fragestellungen in der gegenwärtigen Medizin begegnen, die einen persönlichen Standpunkt jedes Einzelnen erfordern.

Gefördert durch die Volkswagen-Stiftung, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe UKSH Kiel

Pressemitteilung