Ringvorlesungen

Bei einer Ringvorlesung handelt es sich um eine Vortragsreihe mit Vorlesungscharakter, die wöchentlich stattfindet. Verschiedene Professorinnen und Professoren eines oder mehrerer Institute halten dabei Vorträge mit Themenschwerpunkt ab. Dabei geht es häufig um medizinische, gesellschaftspolitische, sportliche oder sprachwissenschaftliche Themen. Der Besuch der Vortragsreihe (oder einzelner Termine) ist kostenfrei. Ringvorlesungen sind für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich.

Vergangene Ringvorlesungen

LED-Leuchtturm auf Hochhausfassade

Im April 2017 und April 2018 gingen weltweit hunderttausende Menschen beim March for Science für die Freiheit der Wissenschaft und die Bewahrung der wissenschaftlichen Arbeitsweise auf die Straße. Auch in Kiel war die Beteiligung während der Vortragsveranstaltungen und der Lightshow am Universitätshochhaus groß. Die Ringvorlesung des Instituts für Theoretische Physik und Astrophysik bezieht Stellung zu der Thematik.

Sprache ist ein zentrales Forschungsthema in verschiedenen Fachdisziplinen. Daraus ergeben sich zahlreiche interdisziplinäre Forschungsfragen, die bisher kaum aufeinander bezogen sind. In der Ringvorlesung des Instituts für Psychologie geht es um die Bedeutung von verbaler und non-verbaler Sprache sowie visueller und auditiver Sprache für verschiedene gesellschaftsrelevante Themen.

Eine Frau sitzt in einer Bibliothek an einem Schreibtisch

Lenins Ausspruch „Lernen, lernen und nochmals lernen“ zeigt die starke bildungspolitische Dimension der sozialistischen Revolution, die in vielen Staaten Osteuropas und Asiens bis heute Spuren hinterlassen hat. Wie haben sich die Bildungssysteme im östlichen Europa seitdem entwickelt? Was macht sie besonders? Und wie ist vor diesem Hintergrund der Bologna-Prozess einzuordnen? Auf die Hörerschaft der Ringvorlesung des Zentrums für Osteuropa-Studien (ZOS) warten Vorträge über das osteuropäische Bildungswesen aus historischer, literarischer, pädagogischer, theologischer, juristischer und politischer Sicht.

Algen hängen an einem Seil

Aquakultur boomt und ist der am stärksten wachsende Sektor in der Ernährungswirtschaft. Die global steigende Nachfrage nach Fisch- und Meeresfrüchteprodukten und der gleichzeitige Rückgang der Wildbestände aufgrund von Überfischung sind Gründe für diese Entwicklung. Dabei hat die Intensivierung der Aquakulturtechniken in den vergangenen Jahrzehnten oft negative Auswirkungen auf die Umwelt mit sich gebracht. Kann Aquakultur also wirklich eine Antwort auf Überfischung und Ernährungssicherheit sein?

Eine Frau spricht in ein Dosentelefon

Ohne Sprache keine Kommunikation – das lernt bereits jedes Kind im Grammatikunterricht. Doch es gibt neben Wörtern mit festgelegter Bedeutung auch sprachliche Phänomene, die aus dem Raster fallen. In der Ringvorlesung des Forschungszentrums „Arealität und Sozialität in der Sprache“ werden unterschiedliche Rand-, Grenz- und Übergangsphänomene in der Sprache thematisiert. Im Zentrum stehen besondere Aspekte von Sprache, die zwar ein Teil der Kommunikation sind, aber häufig ein eher geringes wissenschaftliches Interesse hervorrufen.

Giftflasche auf Tisch

Wie wirkt sich die hohe Schadstoffbelastung durch Dieselabgase auf uns Menschen aus? Warum haben rauchende Frauen gegenüber Männern ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko? Und wie problematisch sind unsere Textilien für die Umwelt und unsere Gesundheit? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigen sich die Vorträge der Ringvorlesung des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie für Naturwissenschaftler.

Ist das jetzt Sterbehilfe? Dürfen wir Herrn K zu seiner Gesundheit zwingen? Sollen wir Frau D noch operieren? Mit solchen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich die moderne Medizin regelmäßig. Doch was davon ist ethisch wie vertretbar? In der Ringvorlesung des Instituts für Experimentelle Medizin stellen erfahrene Klinikerinnen und Kliniker ethisch relevante Fälle und Aspekte aus ihren Fächern vor, die dann mit dem Publikum diskutiert werden.