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Fachleute der Universität Kiel

Einzeldarstellung


Name: Holzheid, Prof. Dr. Astrid
Themen:
  • Differentiationsprozesse im silikatischen Mantel
  • Petrologie
  • Rohstoffe im Meer
  • Subduktionszonen
  • Wechselwirkungen Ozean und Atmosphäre
Einrichtung: Mineralogie
Telefon: 0431 880-1451
Sekretariat: 0431 880-2892
E-Mail: holzheid@min.uni-kiel.de
UnivIS: Weitere Informationen zur Person

Entstehungsgeschichte der Erde

Metallischer Kern mit Silikatmantel und Kruste – der Aufbau der Erde und anderer terrestrischer Planeten wie Merkur, Venus und Mars ist bereits seit über hundert Jahren bekannt. Wie dieser Kern aus eisenreichem Metall entstanden sein könnte, versucht Professor Astrid Holzheid in Experimenten nachzuvollziehen. »Ich versuche die Prozesse, die sich früher auf der Erde abgespielt haben, und solche, die heute noch ablaufen, im Labor zu simulieren.« Hierzu untersucht sie zum Beispiel die physikalisch-chemische Wechselwirkung und Trennung nebeneinander bestehender Silikat- und Metallschmelzen und beobachtet, welchen Einfluss verschiedene Druck- und Temperaturbereiche auf diese Prozesse haben. In der Silikatschmelze sieht sie in ihren Experimenten den Silikatmantel, in der Metallschmelze den Erdkern. Holzheid: »Anhand dieser Experimente erfahre ich, welche Bedingungen geherrscht haben müssen, damit sich dieser Metallkern überhaupt bilden konnte.«

Forschungsschwerpunkt der Petrologin, die zweieinhalb Jahre am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) geforscht hat, sind die Prozesse, die im silikatischen Mantel und in der Kruste der Erde ablaufen. »Die Kruste ist das, worauf wir leben, der Mantel ist teilweise geschmolzen und steht in Wechselbeziehungen zum metallischen Kern sowie zur Erdkruste.« Holzheid ist Mitglied im Exzellenzcluster »Ozean der Zukunft«. ne

Astrid Holzheid, seit November 2006 Professorin für experimentelle und theoretische Petrologie an der Christian-Albrechts-Universität. Geboren in Mainz. Studium der Geologie und Mineralogie an den Universitäten Mainz und Edinburgh, Schottland. Max-Planck-Institut für Chemie, Mainz. 1996 Promotion an der Universität Köln. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mineralogie und Geochemie der Universität Köln und am Bayerischen Geoinstitut in Bayreuth. Postdoc (DFG-Forschungsstipendium) am Massachusetts Institute of Technolgy (MIT), Cambridge, USA. Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Mineralogie der Universität Münster. 2003 Habilitation. Hochschuldozentin an der Universität Münster.

Quelle: unizeit Nr. 40. Seite 7


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