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Christian–Albrechts–Universität zu Kiel
Institut für Medizinische Informatik und Statistik
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Nationales Genomforschungsnetz (NGFN)

Die Erforschung, welche Gene bei welchen Krankheiten eine Rolle spielen und wie sich diese Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapien nutzen lassen, bedarf der Vernetzung von Wissenschaftlern aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Einrichtungen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Nationale Genomforschungsnetz (NGFN), hervorgegangen aus dem Deutschen Humangenomprojekt, verfolgt genau dieses Ziel. Seit der Jahrtausendwende arbeiten hier hunderte Arbeitsgruppen aus führenden deutschen Forschungseinrichtungen zusammen, um genetische Ursachen von Krankheiten besser zu verstehen und Erkenntnisse aus der Forschung in die klinische Praxis zu überführen. Sie haben sich dabei vor allem auf jene Krankheiten konzentriert, die aufgrund ihrer weiten Verbreitung von besonderer gesundheitspolitischer Relevanz sind. Dazu zählen Krebs, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Nervensystems. Zu all diesen "Volkskrankheiten" gab es im bisherigen NGFN ein Netzwerk, das Forscher effizient zusammenbrachte, um die Rolle der Gene bei der Entstehung der Krankheit aus allen Perspektiven der Genom- und Proteomforschung intensiv zu beleuchten.