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Nr. 35, 08.04.2006  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE  Feedback 

Prof. Dr. Helmut Fickenscher

Lästige und nützliche Viren


Herpesviren zählen zu den besonderen Forschungsinteressen von Professor Helmut Fickenscher. Dabei interessiert ihn einerseits ihre Rolle als Krankheitserreger, beispielsweise bei der Gürtelrose oder nach einer Transplantation, und andererseits untersucht er die Fähig­keit von Herpesviren, spezifische Zelltypen zu infizieren und zu verändern. So befasst sich eines seiner Projekte mit dem Varicella-Zoster-Virus und seiner Fähigkeit, bei der Gürtelrose Schmerz hervor­zurufen. In einem anderen geht es um den Gentransfer mit herpes­viralen Vektoren (Trägern). Damit können Immunzellen gezielt auf Tumorzellen ausgerichtet werden. Außerdem wurde in Fickenschers Arbeitsgruppe das von Abwehrzellen produzierte Zytokin Interleukin-26 entdeckt. Welche Funktionen dieser Botenstoff für das Immunsystem hat, untersucht ein Projekt im Sonderforschungsbereich 617 (Mole­kulare Mechanismen der epithelialen Abwehr).

Das Institut für Infektionsmedizin (früheres Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie) möchte der neue Direktor in vielen Aspekten neu ausrichten und auf den Gebieten der Mikrobiologie, Virologie, Hygiene und Infektiologie noch stärker fächerübergreifend einbinden. Die Forschungsaktivitäten des Instituts sollen auf dem Gebiet der klinischen und molekularen Virologie gestärkt werden. In der Lehre werden weitere Angebote entwickelt, die molekulare Virologie und Infektionsbiologie den Studierenden der Biochemie, Biologie und Medizin zu vermitteln. (ne)
Helmut Fickenscher, 43 Jahre. Seit April 2005 Professor für Virologie an der CAU. Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Leiter der Zentralen Einrichtung Medizinaluntersuchungsamt und Kranken­haushygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Campus Kiel. Geboren in Altdorf bei Nürnberg. Medizin-Studium in Erlangen. 1989 Promotion in Erlangen und Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie, Göttingen. 1991 Arbeitsgruppenleiter am Institut für Klinische und Molekulare Virologie, Erlangen. 1998 Habilitation. 2001 Professor für Klinische Virologie, Universität Heidelberg.
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