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Nr. 61, 10.07.2010  Übersicht  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE 

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

die nackten Zahlen sprechen für sich: Rund 25 Millionen Euro jährlich müssen die Hochschulen im Land Schleswig-Holstein jährlich einsparen. Die Landesregierung hat mit ihren Sparbeschlüssen neue Weichenstellungen in der Hochschulpolitik unvermeidlich werden lassen.

Lübeck und Flensburg bangen um ihre Universitäten, während die CAU auf den ersten Blick weitgehend verschont zu bleiben scheint. Doch auch wir stehen vor großen Herausforderungen. So gefährden die geplanten Einschnitte Teile des wissenschaftlichen Netzwerks, auf dem die exzellente Forschung und Lehre etwa im Cluster »Entzündung an Grenzflächen« aufbaut. Es müssen zügig neue, schlüssige Konzepte entwickelt werden, damit ein solch erfolgreiches Kooperationsprojekt fortbestehen kann. Nicht mit der CAU abgestimmte Vorstöße wie das von der Universität Lübeck in dieser Woche vorgestellte Konzept sind hierbei jedoch nicht hilfreich.

Wir benötigen Unterstützung von verschiedensten Seiten: Von unseren Partnern aus den außer­universitären Forschungseinrichtungen, die in den Verbundforschungsprojekten moderierend wirken sollten; vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das eine hohe Verantwortung gegenüber der Universitätsmedizin an beiden Standorten trägt; und nicht zuletzt auch vom Wissenschaftsministerium, das die Prozesse administrativ begleiten sollte.

Ohne eine gute Zusammenarbeit in dieser schweren Zeit kann es nur Verlierer geben – angefangen bei den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, deren berufliche Chancen entscheidend von der Entwicklung der Universitätsmedizin abhängen, bis hin zum Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein als Ganzes. Daher appelliere ich an alle Beteiligten im Lande: Machen wir gemeinsam das Beste daraus!

Professor Gerhard Fouquet
Universitätspräsident
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