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Nr. 82, 18.10.2014  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE 

Frische Ideen gesucht

Selbst kreativ werden, selbst gestalten, selbst Lösungen finden: Der Wett­be­werb »Aufbruch« des Instituts für Betriebswirtschaftslehre bietet Schüle­rinnen und Schülern die Gelegenheit, eigene Geschäftsideen zu entwickeln.


Foto: Thinkstock

Von der ersten Idee bis zum fertigen Geschäfts­kon­zept ist es ein weiter Weg. Wie dieser aussieht und was man dabei alles beachten muss, können Schü­lerinnen- und Schülerteams aus ganz Schles­wig-Hol­stein beim Geschäftsideen-Wettbewerb »Aufbruch« hautnah erleben. Anlässlich des 350- jährigen Jubiläums der Uni Kiel lädt das Institut für Betriebswirtschaftslehre alle Jugendlichen ab der neunten Klasse allgemeiner und berufsbildender Schulen ein, sich bis zum 19. Dezember 2014 mit einer innovativen Geschäftsidee zu bewerben.

Zukunftsgestaltung fängt mit Eigeninitiative an, erklärt Professorin Petra Dickel, die zusammen mit Professor Carsten Schultz verantwortlich für den Wettbewerb ist. »Die Schüler lernen auf spielerische Art, selbstständig zu werden, die Viel­seitigkeit der Betriebswirtschaftslehre kennenzulernen und Interesse für unternehmerisches Denken zu entwickeln.«

Darüber hinaus stärke der Wettbewerb die Rolle der Kieler Universität im Wirtschaftsraum Schleswig- Holstein, so Professor Carsten Schultz: »Wir fragen uns: Können wir das Potenzial in unserer Region fördern und stärker nutzen? Dazu müssen wir bei den Schulen anfangen. Schüler sind die Mitarbeiter und Unternehmer von morgen. Setzen diese sich bereits heute aktiv mit Zukunftsfragen auseinander, leisten wir einen Beitrag zu einer Innovationskultur in Schleswig-Holstein.«

Der Wettbewerb ist in zwei Phasen unterteilt. Zum neuen Schuljahr 2014 ist bereits der Ideenwettbewerb gestartet. Die Jugendlichen sind aufgerufen, im Team eigene Geschäftsideen zu entwickeln und sich damit zu bewerben. Aus den Bewerbungen werden die zwanzig besten Ideen ausgewählt und mit Preisen von bis zu tausend Euro ausgezeichnet. Im Schulhalbjahr 2015 folgt dann der zweite Teil mit dem Businessplan- Wettbewerb. Eine Teilnahme ist auch unabhängig vom Ideenwettbewerb möglich.

Individuell und intensiv betreut durch die Professorinnen und Professoren des Instituts für Betriebswirtschaftslehre entstehen aus den Ideen tragfähige Geschäftspläne. Die besten Pläne werden bei einer feierlichen Veranstaltung im Juli 2015 mit Geldpreisen prämiert. Für den Publikumspreis können Interessierte im Internet abstimmen.

Wie es sich anfühlt, als Schülerin das Grundgerüst für ein zukünftiges Unternehmen zu entwickeln, wissen Christine Müller und Merle Schändel vom Regionalen Berufszentrum (RBZ) in Itzehoe. Die angehenden Kaufmännischen Assistentinnen haben im vergangenen Schuljahr an einem regionalen Gründerwettbewerb teilgenommen. »Die Ideenfindung war die erste Herausforderung«, erinnert sich die 20-jährige Christine: »Wir haben viel im Internet recherchiert und mit Fachleuten gesprochen. Jedes Unternehmen fängt mal klein an. Jetzt habe ich einen guten Einblick, wie eine Unternehmensgründung abläuft.«

Neben der wirtschaftlichen Kompetenz war ihnen die persönliche Erfahrung besonders wichtig, betont Merle (18): »Je ernster es wurde, desto größer wurde der Gruppenzusammenhalt. Es ist eine tolle Lebenserfahrung, denn man wächst über sich hinaus.«

RBZ-Lehrer Bernd Krohn unterstützt »Aufbruch« mit seiner Klasse gern: »Wir versuchen, mit der Teilnahme Sozialkompetenz zu vermitteln, die Teamfähigkeit zu stärken und wirtschaftliche Abläufe erfahren zu lassen. Das macht unsere Schüler selbstbewusster für neue Herausforderungen wie Vorstellungsgespräche. Und sie haben Spaß dabei.«

Raissa Nickel

Das Projekt »Aufbruch« steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig- Holsteins.
Weitere Informationen unter: www.aufbruch.uni-kiel.de
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